Neukonzeption des Katastrophenschutz
Die veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa führte seitens des Bundes und der Länder zu einer grundlegenden Neuordnung des Zivilschutzes, insbesondere des erweiterten Katastrophenschutzes (KatS). Im Bereich des Sanitäts- und Betreuungsdienstes haben sich die bisher bestehenden Einheiten als zu träge und zu unflexibel erwiesen. Überlastete Rettungsdienste und Feuerwehren bei größeren Schadensereignissen einerseits und frustrierte, demotivierte, weil nicht eingesetzte Hilfskräfte der Hilfsorganisationen andererseits, waren die Folge. (Die Hilfskräfte der Hilfsorganisationen durften z.B. in NRW erst dann eingesetzt werden, wenn zuvor Katastrophenalarm ausgelöst wurde).
Im Rahmen der Neustrukturierung des KatS wurden in NRW Einsatzeinheiten geschaffen, die bei Schadensereignissen jeder Größenordnung schnell und flexibel in der Lage sind, die Kräfte des Rettungsdienstes zu unterstützen.
Im Kreis Gütersloh ist der Malteser Hilfsdienst e.V. mit einem Gespann „Technik und Sicherheit“ im Modul Betreuung Ost, einem ELW & RTW im Modul Transport sowie einem KTW im Modul Soforthilfe vertreten. Ferner stellt das Hauptamt noch einen RTW für das Modul Soforthilfe sowie einen KTW für das Modul Transport.
Seit Anfang 2009 ist auch das Modul Rettungshunde ein fester Bestandteil des Notfallvorsorgekonzeptes des Kreises Gütersloh.
Notfallvorsorge im Kreis Gütersloh
Seit dem 01.05.2004 ist im Kreis Gütersloh das neue ManV-Konzept in Kraft. ManV bedeutet „Massenanfall von Verletzten und Erkrankten“, ist somit ein anderer Begriff für den Großschadensfall. Das ManV-Konzept regelt die notfallmedizinischen Maßnahmen für den gesamten Kreis Gütersloh.
Das ManV-Konzept ist in 3 Stufen unterteilt:
* Alarmstufe 1: 5 – 10 Verletzte
* Alarmstufe 2: 11 – 20 Verletzte
* Alarmstufe 3: ab 21 Verletzte
Im Einsatzfalle kann die Leitstelle auf 6 Module zurückgreifen, die alle einzeln über digitale Meldeempfänger zu alarmieren sind. Diese Module setzen sich zusammen aus Einheiten des DRK, MHD, JUH, ASB, der Feuerwehr und dem THW.
Als nahezu beispiellos kann die gute Zusammenarbeit zwischen den Hilfsorganisationen im Kreis Gütersloh bezeichnet werden. Im Rahmen der Module sind die Helfer der Organisationen so ausgebildet, daß eine gemischte Besetzung von Rettungsmitteln möglich ist und in der Vergangenheit auch so praktiziert wurde.
Aus dieser Zusammenarbeit erfolgte die Einführung gemeinsamer Fortbildungsveranstaltungen und Übungseinsätzen.
Malteser Hilfsdienst e.V.
Leiter Notfallvorsorge
Oststr. 70
33332 Gütersloh
Zentrale: 05241/99806-0
Tel.: 05241/99806-29
e-Mail: einsatzdienste[at]malteser-guetersloh.de