Navigation
Malteser Gütersloh

Türen zum Glauben geöffnet

33. Malteser Wallfahrt erfgolgreich beendet / Starker Auftritt der Jugend

29.03.2013
Das große Gruppenfoto gehört obligatorisch zu jedem Lourdes Besuch dazu.
Die Gottesdienste an der Grotte zählen zu den Höhepunkten jeder Lourdes Wallfahrt.
Fröhlich waren die Pilger bei der Rückkehr und winkten bei der Einfahrt in den Bahnhof Hagen.

Paderborn/Lourdes. Paderborn/Lourdes. Die Erstkommunion der beiden Kinder Vanessa und Florian war das emotionalste, die große Lichterprozession mit 1500 Menschen sicher das am meisten beeindruckende Erlebnis der 33. Familienwallfahrt der Malteser im Erzbistum Paderborn. Eingerahmt vom großen Gottesdienst zu Beginn im Trierer Dom und dem Abschlußgottesdienst auf der Rückreise im Kölner Dom lagen Tage, die den 700 Pilgern allerlei abverlangten. Denn dicht gedrängt war das Programm, vielfach ging es neben dem Kennenlernen Lourdes und dem Rahmenprogramm um die Erlebnisse rund um Gebet und Glauben.
Ein langer Pilgerzug hatte sich in der Woche vor Palmsonntag auf die Reise nach Lourdes gemacht, allein 15 Waggons zählte der Zug mit den besonderen Schlafabteilen. Vorne an der Spitze fuhren die Kranken und Behinderten mit, sorgsam betreut von den Mitgliedern des Malteser Krankendienstes. Während die 550 Wallfahrer per Zug unterwegs waren, machten sich auch die 160 Flugpilger auf. Gleichzeitig kamen sie am Freitag mittag in Lourdes an und erlebten so von Beginn an die Gemeinschaft der großen Gruppe. Die war auch in diesem Jahr wieder die erste große Pilgergruppe, eigentlich beginnt das offizielle Programm in den südfranzösischen Pilgerort erst mit Palmsonntag. Deshalb nahmen die Malteser die Sache auch wieder selbst in die Hand und organisierten an ihren ersten beiden Abenden die traditionelle Lourdes Lichterprozession eigenständig. Das beeindruckte die Veranstalter dermaßen, dass der Pilgerleiter der Gruppe aus dem Erzbistum in diesem Jahr sogar die Nutzung von Lautsprecheranlage und großer Orgel genehmigte.
Bußgottesdienste, Pontifikalämter und einfache Pilgermessen auf der einen Seite, regelmäßige Besuche bei der Grotte mit Nutzung der nebenliegenden Bäder auf der anderen Seite, das machte die Tagesroutine aus. Insgesamt waren 120 Jugendliche mit gefahren, für sie gab es ein abwechslungsreiches eigenes Programm, beginnend mit dem Kreuzweg auf den steilen Calvarienberg hinauf. Die jungen Leute waren insgesamt begeistert und fanden das bestätigt, was bereits vor der Abfahrt der 15-jährige Till Upphof aus Atteln prognostiziert hatte: „Wer einmal da war weiß, dass man dort zu sich kommt“, wusste er aus bereits sechsjähriger Erfahrung von Lourdes Besuchen zu berichten. Mit dem gleichaltrigen Lars Bosse sowie dem 13jährigen Tobias Funke aus Atteln war er nach Lourdes gestartet. Gemeinsam mit Schulfreund Niklas Dennemark vom Liefrauengymnasium in Büren waren die vier mit ihrem Firmkurs auf der Reise zur Muttergottes.
„Wir lassen es auf uns wirken und sind gespannt“, hatten noch vor der Abfahrt auch Andreas und Silvia Krüger mit Sohn Lukas gesagt. Mit ihnen aus Grundsteinheim angereist waren Walter und Angela Wächter mit Sohn Simon. Beide Ehepaare hatten im Pastoralverbund von der Pilgerreise gehört. Dazu waren viele positive Geschichten von Lourdes Wallfahrern gekommen. Der Entschluß, sich mit der ganzen Familie auf die Fahrt einzulassen, stand schnell. Dass es sich gelohnt hatte und sich ihre Erwartungen erfüllt hatten ließ sich an den Gesichtern der beiden Familien bei der Rückkehr ablesen.
„Lourdes, eine Tür zum Glauben“, lautete das Leitmotiv der diesjährigen Fahrt. Intensive Glaubenserlebnisse waren deshalb auch in diesem Jahr das besondere Augenmerk der Pilgergruppe. Ob bei den Andachten der Jugend oder bei der feierlichen Palmsonntagsprozession, immer ging es um den Glauben des Einzelnen und darüber hinaus das Glaubenserlebnis in der Gruppe.

Doch neben der Besinnung und dem Gebet erleben die Pilger auch echte Erholung von ihrem Alltag. Das frühlingshafte Wetter, die entspannte Gruppe, das selbstverständliche Sorgen um die Kranken und Behinderten, all das sorgt dafür, dass die Pilgerfahrt zum kleinen Urlaub wurde. Stadtrundgang und Einkaufsbummel gehörten ebenso dazu wie die beiden Ausflüge in die nahen Pyrenäen oder zur Kathedrale von Saint Betrand de Comminges, einem Ort mit alten römischen Wurzeln.

Immer wieder jedoch zog es die Gruppe zusammen, spätestens zu den abendlichen Lichterprozessionen mit dem berühmten „Ave - Ave“, die den Tagesabschluß für die Pilger bestimmten. Hochgelobt neben der engagierten Organisation war auch die intensive Betreuung durch mitgereiste Priester. Neben dem Vertreter des Erzbistums, Prälat Thomas Dornseifer und Malteser Seelsorger Msgr. Prof. Dr. Schallenberg waren das auch Pastor Jörg Plümper, Msgr. Roman Kopetz, Malteser Jugendseelsorger Norbert Scheckel, Pater Thomas Bunram und Vikar Simon Schwamborn. Der hatte die beiden Kinder Vanessa und Florian Hubracht aus Weine bei Büren auf die Erstkommunion vorbereitet. Ihr Vater war im vergangenen Jahr gestorben. Auf dem Sterbebett hatte er es sich gewünscht, dass die beiden Kinder ihre Erstkommunion in Lourdes erlebten. Im großen Pilgergottesdienst am Montag durften sie das vor der gesamten Wallfahrtsschar dann auch tun. Wieder zuhause gingen sie dann noch einmal mit all den anderen Kindern ihrer Gemeinde am Weißen Sonntag feierlich zur Kommunion.
„Wir sind überall freundlich angenommen worden und die Gruppe wuchs schnell in ihre Gemeinschaft hinein“, zog Raimund Neuhaus von den Maltesern sein Fazit nach der Rückkehr. Als einer der Hauptorganisatoren hatte er ein Augenmerk auf die vielen Pilger. „Nur glückliche und zufriedene Gesichter“, erlebte Neuhaus bei der Rückkehr. Für ihn ging es nach dem Auspacken zunächst einmal ins Büro der Malteser in Paderborn. Die Vorbereitungen für die nächste Lourdes Wallfahrt treffen. Sonderzug und Flugzeug müssen früh genug gebucht werden für die dann 34. Familienwalfahrt: „Lourdes, wir kommen wieder“.

 

Weitere Informationen

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE06370601201201216865  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7