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Malteser Gütersloh

Kleine Rempler in der Wildwasserbahn

Positive Bilanz nach Libori und Annentag / 3500 Dienststunden und 333 Hilfeleistungen in Paderborn

04.08.2013
Jana konnte schnell wieder lachen, nachdem die große Jennifer ihr ein Pflaster geklebt hatte.
Mit viel Spaß unterwegs auf dem „französischen Dorf“: Markus, Jana, Sven und Valentin als Erstversorgungstrupp auf dem Liborifest. Zum Glück gab es bisher keine allzu schweren Einsätze.
Bevor sie als Erstversorgungstrupp über den Liboriberg gehen, kontrollieren Sabrina, Guido und Johanna den Notfallrucksack.

Paderborn/Brakel. Alle Volksfeste im überschaubaren Bereich. Die erste Bilanz der Malteser zu Libori und auch zum Brakeler Annentag fällt absolut positiv auf. Trotz zahlreicher Hilfeleistungen bei Kreislaufschwächen, kleinerer Verletzungen und Glasschnitte sowie etlichen Insektenstichen war das große Volksfest so ruhig wie nie zuvor. Das gute Wetter, die prima Stimmung der Besucher sowie das gute Sicherheitskonzept haben dazu beigetragen, dass bis kurz vor Ende alles glimpflich abgelaufen ist. Konkret waren auf Libori bis zu 70 Helfer pro Tag im Einsatz, sie leisteten rund 3.500 ehrenamtliche Dienststunden. Vorläufige Zahl an Hilfeleistungen: 333 Menschen wurde bei vielen kleineren aber auch einigen größeren Zwischenfällen geholfen. Die ehrenamtlich besetzten Rettungs- und Krankenwagen der Malteser mussten rund 20 Besucher zur Weiterbehandlung in Krankenhäuser transportieren.

Mit der Bank im Biergarten umgefallen und in Scherben gestürzt, das war der Zwischenfall eines Ehepaares aus Celle. Die Malteser waren schnell zur Stelle und legten Verbände an. Unwohlsein nach Karussellfahrten konnte mit einer Zwangspause im Sanbereich behandelt werden. Genügend zu trinken und viele der Besucher mit Kreislaufschwäche im Sanitätszelt der Malteser am Rosentor waren wieder auf den Beinen. Die 23jährige Carolin war in der Wildwasserbahn mit dem Kopf ihres Freundes zusammengestoßen, bei ihr gab es neben der Platzwunde einen verdacht auf Gehirnerschütterung. Genauso wie beim vierjährigen Paul, der sich an der Froschbude die Hand geklemmt hatte half aber auch bei dem 54-Jährigen aus Elsen, der die Wespe in seinem Bier nicht bemerkt hatte und in den Mund gestochen worden war, das beherzte Zupacken der Malteser. Verband und Pflaster, Kühlpack und Ausruhen taten schnell ihre Wirkung.

„Ich war drei Tage als Helferin im Einsatz, weil es Freude macht, gemeinsam zu helfen, weil es gut tut, anderen beizustehen und weil man einfach unheimlich viele Menschen im Einsatz auf Libori trifft“, fasst die 30-jährige Jennifer Feldmann aus Büren zusammen, wieso sie so engagiert dabei war und einen Teil ihrer Schulferien als Lehrerin für den Malteser-Einsatz geopfert hat. Sie war wie Sabrina Walter aus Paderborn regelmäßig im Dreierteam auf den Festmeilen am Berg, Kamp sowie vor dem Rathaus unterwegs, um zu helfen. Walter, die seit zwei Jahren bei den Maltesern aktiv ist, war als Ersthelferin mit unterwegs. Sie hat ihren Urlaub geopfert „weil das ein super Team bei den Maltesern ist und es Spaß macht, sich dort zu engagieren“.

So wie den beiden Frauen ging es täglich bis zu 70 engagierten Ehrenamtlichen. Aus allen teilen der Diözese, bis Minden und Dortmund, Siegen und Höxter waren sie gekommen, um zu helfen. Unterstützt wurden sie dabei von Teams des ASB, der Johanniter und der St. John Ambulance. Das neue Sicherheitskonzept der Stadt Paderborn bietet den Besuchern ein höheres Maß an Sicherheit. Für die Hilfsorganisationen bedeutet dieses aber eine größere Planung von qualifizierten, ehrenamtlichen Helfern. Die Malteser konnten sich rechtzeitig auf die Unterstützungszusagen der befreundeten Organisationen verlassen. „Natürlich war unser Einsatz recht groß dimensioniert, mit unserer Einsatzstelle am Rosentor sowie den beiden Außenstellen auf dem Pottmarkt vor dem Generalvikariat sowie am Rathaus sowie den Fußstreifen waren wir jedoch immer gut präsent und für alle Eventualitäten gerüstet“, sagt dazu Malteser Einsatzleiter Tillman Castillo Romero. Dass es über das ganze Fest nur wenige Zwischenfälle gab, zeige wieder einmal, was für ein ruhiges Familienfest Libori trotz hoher Besucherzahl und bester Feierstimmung in den Nachtstunden doch sei.

Während die Malteser übrigens mit großer Personalstärke auf Libori Dienst taten, waren sie gleichzeitig auch für die Absicherung des Annentages in Brakel, des Freakstock Festivals in Borgentreich sowie des Lippe Open Airs in Lemgo verantwortlich.

 

 

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