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Malteser Gütersloh

Auf dem Weg zu Maria lacht die Sonne

Malteser Wallfahrt führt zum 40. mal nach Werl / Jugend erlebt hautnah Behinderungen

15.09.2013
Die Malteser Jugend schenkte den Werl-Pilgern vor der Basilika Rosen für den Heimweg, die sie an die Wallfahrt erinnern sollten.
Gruppenbild mit Erzbischof: Zum 40. Mal hatten die Malteser nach Werl eingeladen, dazu kam als Zelebrant dann Erzbischof Hans-Josef Becker.
Die Jugend war mit einem eigenen Programm bereits am Tag zuvor gestartet, fair miteinander umgehen hieß das Thema, bei dem Mitglieder lernten, mit Handycaps umzugehen.
Ein Team: Gesunde und Behinderte sowie Kranke gemeinsam machen in jedem Jahr die Wallfahrt der Malteser nach Werl aus.

Werl. Es war ein Jubiläum nach Maß. 600 Pilger der Malteser waren am Sonntag bei strahlendem Sonnenschein in Werl und feierten ihre 40. Wallfahrt zur Muttergottes. Gemeinsam mit der Malteser Jugend erlebten sie in der Basilika ein Pontifikalamt mit Erzbischof Hans-Josef Becker, genossen anschließend ein unterhaltsames Programm in der Stadthalle und schlossen die Wallfahrt mit einer Andacht am Nachmittag ab. Fröhliche Gesichter und eine ausgelassene Stimmung zeigten die Freude der vielen Kranken und Behinderten, die von den Maltesern aus dem ganzen Bistum nach Werl gebracht worden waren. Die Malteser Wallfahrt zur Muttergottes bleibt damit weiterhin unangefochten ein wichtiger Bestandteil der geistlichen Arbeit der Malteser. Einer, der wieder einmal sogar dem stürmischen September Wetter getrotzt hatte.

Seit 40 Jahren pilgern die Malteser nach Werl, von Höxter und Steinheim bis nach Herne und Castrop, aus Dortmund und dem Sauerland wie aus Siegen und Lage und Paderborn machen sie sich dabei auf den Weg. An jedem dritten Sonntag sind sie mit einem Pontifikalamt in der Basilika fest gebucht. Wie wertvoll das auch in der geistlichen Landschaft des Bistums angesehen wird, zeigte in diesem Jahr Hauptzelebrant Erzbischof Hans-Josef Becker. Er dankte den Maltesern für ihren Dienst nicht nur rund um das körperliche Wohlbefinden der Menschen. Dass sie sich auch der seelischen Fragen von Kranken und Behinderten annehmen würden, strich er besonders heraus. Maria trage das leid ihres Sohnes mit, sie sehe das als ihre Aufgabe an. Er wünsche sich, dass auch viele Menschen sich durch ihr Leid nicht betrübt fühlen, sondern es ebenfalls als Teil ihrer Aufgabe auf der erde ansehen würden.
Der große Gottesdienst in der Basilika stach besonders augenfällig dadurch hervor, dass die Malteser all die Kranken und Behinderten möglichst nahe an der Statue der Muttergottes platziert hatten, die seit 350 Jahren in Werl verehrt wird. Anschließend führte der weg der Pilgerschar in die nahegelegene Stadthalle. Dort hielten der stellvertretende Diözesanleiter, Stephan Graf von Spee sowie Werls Bürgermeister Michael Grossmann zwei Ansprachen. Das Tischgebet sprach Pastor Dr. Johannes Kudera, Malteser-Seelsorger aus Herzebrock-Clarholz, mit den Pilgern. Die ließen sich anschließend das Putengeschnetzelte aus den Feldküchen der Malteser aus Altenbeken Buke schmecken.
Nach einer Prozession ging es mit Bannern und Musik zurück in die Kirche zur Abschlußandacht. Dabei trugen die Pilger wieder eine Rose bis zur Kirche, die eingesammelt in Körben der Muttergottes zu Füßen gestellt wurden. Sie symbolisierten die Sorgen und Bitten der Pilger, die sie vor Maria getragen hatten. In Begleitung durch die Malteser Lourdes Pilgerband um Walter Müller gab Malteser Jugendpfarrer Norbert Scheckel aus Gütersloh den pilgern ihren Abschlußsegen. Vor der Tür erhielten alle eine weitere Rose als Erinnerung an den Gottesdienst.
Mit dabei waren übrigens auch 30 Jugendliche aus Lage, Balve, Lennestadt und Lippstadt, Castrop-Rauxel und Paderborn sowie Büren. Sie hatten sich bereits am Samstag auf den Weg gemacht. Ihre Pilgerroute verlief von Welver nach Werl. Auf diesem Weg jedoch hatten sie mit einigen Handycaps zu kämpfen. Unter dem Motto Fairantwortung erlebten sie furch zahlreiche Hilfsmittel wie Krücken, Brillen, Ohrstöpsel oder Rollstühle, wie Menschen mit Behinderungen im Alltag zu kämpfen haben. Das war auch Thema der Workshops am Nachmittag. Abends dann hatten die Jugendlichen besuch von Mitgliedern des Blindenvereines Soest, die erzählten und zeigten, wie Blinde ihren Alltag bewältigen können. Diese inhaltlichen Impulse standen unter dem Thema fair miteinander umgehen und sollten den Jugendlichen zeigen, wie sich Behinderungen meistern lassen.

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