Navigation
Malteser Gütersloh

Bis auf fünf Meter genau

Horst Klevesahl ist begeistert vom mobilen Notruf der Malteser

30.09.2013
Weiterhin mobil sein, das ist sein Wunsch: Horst Klevesahl fühlt sich mit seinem mobilen Notrufgerät gut aufgehoben. Malteser-Berater Jens Sander (links) und Jan Reineke vom Hintergrunddienst freuen sich für ihn.
So klein und doch so vielfältig: Seitdem Horst Klevesahl (links) von Malteser Jens Sander (Mitte) das mobile Notrufgerät bekommen hat, fühlt er sich sicher. Im Notfall steht dann auch Jan Reineke (rechts) vom sozialen Hintergrunddienst der Malteser bereit.

Paderborn. Horst Klevesahl ist einen großen Schritt weitergekommen. Endlich hat er die Sicherheit, die er möchte. Und seine Ruhe hat er dazu. Denn seit Neustem brauchen sich seine Kinder keine Sorgen mehr um ihn zu machen. Klevesahl ist mit seinen 82 Jahren noch ein agiler Rentner, lebt allein in Wewer, seine Enkel lieben ihn und kommen oft zu Besuch. Doch dass er trotz mancher gesundheitlichen Einschränkung auch noch aktiv unterwegs ist, hatte seine drei Kinder immer gesorgt. „Und was ist, wenn Vater nun doch etwas passiert?“ hatten sie sich gefragt. Doch seitdem Klevesahl das mobile Notrufgerät der Malteser bei sich trägt, ist alles in Ordnung. „Ich habe das letztens meinem Sohn vorgeführt. Nur wenige Sekunden nach meinem Test-Notruf konnte uns die Notrufzentrale sagen, an welcher Straßenecke wir stehen“, ist Klevesahl begeistert und vom richtigen System zugleich überzeugt.

Der Mobile Notruf der Malteser ist die Verbindung aus Satellitenortung und umfassender Handytechnik. Das alles wird zusammengebracht in einem kleinen handlichen Gerät. Klein genug, um überall mit dabei zu sein, zu groß aber, um nicht vergessen zu werden. Dieses Gerät ist jetzt der ständige Begleiter des Rentners aus Wewer. „Ich hatte mir da einiges anderes angeschaut, aber von den Lösungen war ich nicht so begeistert“, erinnert sich Klevesahl. Früher hat er als Werksleiter bei Transportbeton gearbeitet, später dann die Terminplanung für Claas verwaltet. Vor über zehn Jahren bereits starb seine Frau, seitdem lebt er in Wewer allein. Alle Kinder wohnen jedoch nahe rundherum, eine Tochter kommt regelmäßig zum Fensterputzen. Sonst macht er noch alles allein. Durch den regelmäßigen Kontakt wissen die Kinder auch über die gesundheitlichen Handycaps Bescheid. „Deshalb haben sie ja auch so Druck gemacht, dass ich mich kümmere“, freut sich Klevesahl einerseits über die Sorge seiner Kinder. Aber andererseits könne das „auch eine Last sein“. Um der stetigen Sorge seiner Familie zu begegnen hat er nun das mobile Notrufgerät. Und fühlt sich damit bestens ausgestattet.

Nur so groß wie eine halbe Handfläche kann er das Gerät ständig in einer kleinen Gürteltasche bei sich tragen. Passiert ihm etwas, braucht er nur gut zwei Sekunden lang einen Notrufknopf drücken, schon schaltet sich der Alarm ein. Egal wo er ist, ortet ihn dann die ständig besetzte Notrufzentrale. Über Lautsprecher und Mikrofon in dem Gerät nehmen die Malteser Mitarbeiter Kontakt auf und klären ab, was passiert ist und welche Hilfe kommen soll. Im besten Fall werden nur die Kinder nach bestimmter Reihenfolge benachrichtigt. So wissen sie auch immer was passiert ist. Oder es muss das eigene Team der Malteser kommen. Meldet sich der Notrufer nicht, rückt sofort ein Rettungswagen aus und wird zu der Position gelotst, die das Gerät sendet.

Klevesahl testet ab und an, ob das auch wirklich funktioniert und führt das auch seinen Kindern vor. Damit sie beruhigt sind und sehen, dass der Notruf auch wirklich funktioniert. So wie jetzt bei seinem Sohn. Kaum war der Notruf ausgelöst, meldete sich die Zentrale und sagte dem Rentner auf seine Nachfrage „auf fünf Meter genau“ seinen Standort durch. Sein Sohn sei beeindruckt gewesen von diesem Test, der übrigens nichts extra koste. „Denn wir wollen ja, dass sich die Benutzer sicher fühlen“, bestätigt auch Jens Sander vom Malteser Team aus Paderborn. Die moderne Innovation vermittelt er gern an durchaus rüstige Senioren, die noch unterwegs sind. Aber auch eine junge Paderbornerin mit Risikoschwangerschaft trägt jetzt eines der Malteser-Notrufgeräte mit sich herum. Denn dass sie das Kind verlieren könnte, weil sie nicht mehr die Kraft hat, bei einem möglichen Krampfanfall mit dem Handy zu telefonieren, das möchte sie nicht riskieren. Ein Einsatzfeld, das wie gemacht ist, für das Notrufgerät. Immer dabei ist es auch in Krisensituationen außerhalb der Telefonreichweite zuhause immer aktiv. „Wir haben viel ausprobiert, bis wir jetzt dieses Gerät sechs Monate lang getestet und für geeignet befunden haben“, sagt Sander, dass die Malteser damit nun ein Angebot bieten können, dass durch die eigene Notfallbereitschaft mit „Hintergrunddienst“ noch abgerundet wird.

Infos zum mobilen Notruf unter 0 52 51 / 15 85 21 bei Jens Sander

Weitere Informationen

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE06370601201201216865  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7