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Malteser Gütersloh

Erstes Blaulicht-Wochenende mit Behinderten ein Erfolg

Jugendfeuerwehr und Malteser sorgen für strahlende Augen und tolle Momente.

27.03.2014
Kersten Reinke (Feuerwehr)
Dieter Dreier (Fünf für Lippstadt)
Dieter Dreier (Fünf für Lippstadt)
Kersten Reinke (Feuerwehr)

Was macht eigentlich die Feuerwehr, wie funktioniert der Rettungsdienst und wie können wir helfen, diese Frage stand beim ersten Blaulicht-Wochenende für Behinderte im Mittelpunkt.
Insgesamt 10 auf Behinderte zugeschnittene alltägliche Aufgaben der Malteser und der Feuerwehr waren von 15 Teilnehmern im Alter von 8 – 49 Jahren,  die von 10 Betreuern begleitet wurden, in Gruppen zu lösen.

Hoch konzentriert hält Rene ein Strahlrohr auf dem Hof der Drost-Rose Realschule in der Hand und trifft mit dem Wasserstrahl eine Holzklappe. In der Mensa spielt derweil ein Mädchen eine Bewusstlose. Unter Anleitung eines Malteser-Helfers wird durch einen weiteren Behinderten sofort und ohne Berührungsängste die stabile Seitenlage hergestellt und im Anschluss lautstark die Notrufnummer 112 gerufen. Szenen eines ganz besonderen Blaulicht-Tages, der in Lippstadt erstmalig für Menschen mit Behinderungen durchgeführt wurde und bei den Teilnehmern für viel Spaß und strahlende Augen sorgte.
Auch Simone Goerigks Augen leuchten. Die angehende Krankenschwester und ehrenamtliche Lippstädter Malteser Helferin engagiert sich seit sechs Jahren bei dem Verein Gemeinsam e.V. mit Sitz in Werl und hatte zusammen mit Josi Albert das  Bildungswochenende für Menschen mit Behinderungen in rund zwei monatiger Arbeit organisiert und mit Hilfe der Malteser und der Jugendfeuerwehr in die Tat umgesetzt.
Auf dem Gelände der Drost-Rose-Realschule sorgen dann am Samstag der Inhalt eines Löschfahrzeuges und eines  Krankenwagens, die Aktionen Schlauchkegeln, Löschangriff, die stabile Seitenlage, Verbände im Bereich der Ersten Hilfe, ein Trageparcour und vieles mehr  bei  den Teilnehmern für leuchtende Augen und viel Spaß. „Es sind Menschen, die beispielsweise im Rollstuhl sitzen, das Downsydrom haben oder Autisten sind, die alle unterschiedliche Fähigkeiten haben und die man nicht unter- aber auch nicht überfordern darf“ bringt die Organisatorin Simone Goerigk die Herausforderung für die Unterstützer der Malteser und der Jugendfeuerwehren aus der Kernstadt und Lipperode auf den Punkt.
 „Wir haben uns bei den Vorbereitungen in die Situation der Teilnehmer versetzt um Spielmöglichkeiten aus dem Alltag der Feuerwehr und des Rettungsdienstes zu finden“ berichten die Planer der Jugendfeuerwehr Stefan Bergmann (Kernstadt) und Lars Piehl (Lipperode). Die Zusammenarbeit zwischen den Helfern und den Menschen mit Beeinträchtigungen läuft ohne Berührungsängste.

„Das hier ist einfach nur toll! Am besten find' ich das Löschen und auch das Foto mit Helm und Jacke auf dem riesigen Löschwagen ist super... “ bringt es ein Teilnehmer auf den Punkt. Ein anderer hat seine Angst vor den Krankenwagen verloren.

Alle sind sich einig: "Wir haben viel gelernt und erlebt!"
Und so sind die strahlenden Augen und die Frage: „Wann machen wir das wieder“ als Dank und Ansporn für die Helfer und die Verantwortlichen der Drost-Rose-Realschule zu verstehen, die diese besondere Veranstaltung tatkräftig unterstützt haben.

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