Navigation
Malteser Gütersloh

Lourdes: Hilfe und Zuversicht

34. Familienwallfahrt der Malteser gestartet / Große Pilgermesse im Dom von Trier

10.04.2014
Leiten die 34. Familienwallfahrt mit 730 Pilgern nach Lourdes: ehemaliger Diözesanarzt Gerhard Markus, Malteser Seelsorger Msgr. Prof. Dr. Peter Schallenberg, Pilgerleiter Thomas Ohm aus Dortmund, Geschäftsführerin Mirjam Weisserth, Weihbischof Hubertus Berenbrinker, Paderborns Landrat Peter Müller (fliegt am Freitag nach Lourdes), Diözesanreferent Raimund Neuhaus.
Familie Möhring mit Tochter Ursula Münstermann auf dem Weg nach Lourdes. Der besuch bei der Muttergottes sei „ergreifend“, schilderte Mutter Bernadette (links).
Für Magnus Gawlik ist die Fahrt mit den Maltesern „ein ganz großes Erlebnis“, auf das er sich schon lange gefreut hat. In den Krankenabteilen wurde er vom Malteser Krankendienst umsorgt.
Winken zum Abschied. Viele junge Menschen sind in diesem Jahr wieder bei der großen Familienwallfahrt der Malteser nach Lourdes dabei.

Paderborn/Dortmund/Trier. Es geht um Kraft. Natürlich spielt auch die Zuversicht eine große Rolle. Sicherlich wird auch die Gemeinschaft im Vordergrund stehen. Mit klaren Zielen und recht frohgemut sind die Pilger der großen Familienwallfahrt der Malteser am Donnerstag morgen aufgebrochen. Mit dem Sonderzug machten sie sich auf den langen Weg in den südfranzösischen Wallfahrtsort Lourdes. „Man hat uns vor Jahren schon empfohlen, mitzufahren und ich muss sagen, es ist wirklich ergreifend“, sagte Bernadette Möhring bei der Abfahrt, wieso sie in diesem Jahr bereits zum dritten Mal mitfährt. An der 34. Familienwallfahrt der Malteser nehmen 730 Pilger teil, 186 von ihnen starten erst am Freitag morgen per Flugzeug. Bis Dienstag nächster Woche wird die große Gruppe aus dem Erzbistum Paderborn unter Begleitung von Weihbischof Hubertus Berenbrinker in Lourdes bleiben und Tage voller Gebet, Andacht aber auch Gemeinschaftserfahrungen erleben.

Gesangbuch, Rosenkranz, Medikamente, das wichtigste hatten Bernadette und Meinolf Möhring im Handgepäck, der Rest war gut verpackt. „Das stand ja alles mit dabei, was wir mitnehmen sollten“, sagt der Familienvater aus Henglarn bei Paderborn. Gemeinsam mit ihrer erwachsenen Tochter Ursula machten sie sich am Donnerstag morgen auf den Weg nach Lourdes. Ursula Münstermann sitzt nach einer schweren Erkrankung seit einem halben Jahr im Rollstuhl, Mann und Sohn brachten sie an den Bahnhof, damit sie mit ihren Eltern gemeinsam die Tage bei der Muttergottes in Lourdes erleben können. Dass bei ihrem Besuch auch viel Hoffnung im Spiel ist, dass das Gebet um die Gesundheit der Tochter eine große Rolle spielt, war für Bernadette und Meinolf Möhring klar. Aber auch für sich selbst freuten sie sich auf das Glaubenserlebnis in der großen Pilgergruppe. Während das Ehepaar aus Henglarn mit der 86-jährigen Schwägerin Franziska Möhring in einen der Abteilwagen einstiegen, gab es für Tochter Ursula einen Platz in den Krankenabteilen vorne im Zug.

Dort stieg auch Magnus Gwalik ein. Der 24-Jährige aus Salzkotten ist bereits zum achten Mal mit dabei und freute sich riesig auf die lange Zugfahrt über Nacht nach Frankreich. Dass er dabei in den Abteilen für die Kranken und Behinderten umsorgt wird von den zumeist adligen Mitgliedern des Malteser Krankendienstes fand er wie in jedem Jahr wieder spannend. Die nette Ansprache sowie die große Fürsorge hatte ihn zum Fan der Pilgerfahrt gemacht. Von den 730 Mitfahrern sind etwa 100 im Betreuungsteam und kümmern sich um die Kranken und Behinderten. Auch das komplette Pilgerprogramm wird durch die Malteser gestaltet. Stellen Sie doch in jedem Jahr rund um den Palmsonntag die erste Gruppe der Lourdes Pilger und eröffnen die Saison in dem Wallfahrtsort. Jugendbegegnungen, Kreuzweg, Nachtgebet, Prozessionen und viele andere Gemeinschaftserlebnisse stehen für die große Gruppe in den nächsten Tagen an.

Jüngster Mitfahrer ist übrigens der einjährige Franziskus. Er ist der Sohn von Katharina und Constantin Graf Droste zu Vischering, die den Krankenbereich bei der Wallfahrt leiten. Sind die gesunden Pilger in komfortablen Hotels untergebracht, so gibt es für die Kranken in Lourdes extra eigene Hospitalstationen, die von den Pilgern belegt werden. Die bestens ausgebildeten Malteser umsorgen sie dort Tag und Nacht. Älteste Teilnehmerin der Wallfahrt ist Helene Weller. Die 99-Jährige stammt aus Steinebach an der Lahn im südlichsten Zipfel des Erzbistum. Gestern stieg sie erst am Mittag in Köln in den Sonderuzug mit seinen 15 Waggons zu, war aber auch begeistert beim großen Eröffnungsgottesdienst dabei, den die Pilger am Nachmittag auf ihrer Zugrast im Trierer Dom feierten. Weihbischof Berenbrinker, Malteser Seelsorger Prof. Dr. Peter Schallenberg sowie die weiteren acht Priester, die die große Pilgergruppe begleiten, standen dabei am Altar und stimmten die Pilger, unter ihnen wieder viele Kinder und Jugendliche, Firmgruppen und Familienkreise, auf das Motto der aktuellen Fahrt „Lourdes, die Freude der Umkehr“ ein. Am Dienstag (Flugpilger) und Mittwoch der nächsten Woche werden die Pilger wieder zurück erwartet.

Weitere Informationen

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE06370601201201216865  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7