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Malteser Gütersloh

Jugendliche waren mit ihrem Glauben ansteckend

Malteser-Familienwallfahrt war besonderes Glaubenserlebnis/Beten und Beichten neu entdeckt

17.04.2014
Eine große Gruppe bilden im jeden Jahr die Malteser mit der großen Familienwallfahrt in Lourdes. In diesem Jahr wurden sie von Weihbischof Hubert Berenbrinker begleitet.
Ein besonderer Dienst war ganz neu die Betreuung von Rollstuhlfahrern durch geschulte ehrenamtliche Helfer. Sie bildeten gemeinsam eine gute Gruppe in Lourdes.
Die Kranken, hier die gesamte Gruppe mit Weihbischof Berenbrinker, standen bei der Familienwallfahrt wieder im Fokus der ehrenamtlichen Betreuung durch die Malteser.

Paderborn/Lourdes. Tief beeindruckt und zugleich auf eine ganz besondere Weise gefangen von den Eindrücken der vergangenen Tage sind jetzt die 730 Lourdes Pilger der Familienwallfahrt der Malteser zurückgekehrt. Mehr noch als in den vergangenen Jahren geriet die große Wallfahrt im Erzbistum Paderborn dieses Mal zu einem tief verwurzelten Glaubenserlebnis. Jugendliche, die nach Möglichkeiten des regelmäßigen Betens fragten und Erwachsene, die die Beichte für sich ganz neu entdeckten sind nur zwei Beispiele besonderer Glaubenserfahrungen während der fünftägigen Fahrt in den südfranzösischen Wallfahrtsort. Altbewährtes und einige neue Impulse hatten bei der Fahrt mit Sonderzug und parallelem Flugtransfer dazu beigetragen, dass es den Maltesern gelungen ist, die 34. Familienwallfahrt zu einem ganz neuen Erlebnis werden zu lassen.

Der Weg war wieder einmal das Ziel. Die lange Anreise mit dem Sonderzug, der anderthalb Tage unterwegs war, brachte die Pilgergemeinschaft bis zum Eintreffen in Lourdes zusammen. Aber auch das dortige Zusammentreffen mit den 186 Flugpilgern klappte wieder gut. Als große Wallfahrtsgruppe erlebten die Pilger aus dem Erzbistum fünf Tage mit zwar dichtem Programm aber auch genügend Freiraum für eigene Erlebnisse. Begleitet wurde die Gruppe in diesem Jahr von Weihbischof Hubert Berenbrinker. Der war bereits zum dritten Mal mit dabei. Er war sehr engagiert in der Begegnung mit den Pilgern, ging direkt auf sie zu und kümmerte sich seelsorglich um ihre Anliegen. Als Teil einer ganz menschlichen Amtskirche erlebten die Pilger diese Begleitung aus der Spitze des Erzbistums und waren dankbar für die Fürsorge.

Neu in Lourdes war neben der intensiven Sorge um Kranke und Behinderte der Malteser-Rollstuhldienst. Die pflegebedürftigen Pilger wurden wieder in der Hospitalherberge von einem jungen und engagierten Team des Malteser Krankendienstes unter neuer Leitung von Constantin Graf Droste zu Vischering und Valerie Gräfin Magnis betreut. Pilger im Rollstuhl, die nicht so intensiver Pflege bedurften, waren dazu in diesem Jahr aber auch in den Hotels untergebracht. Zwölf speziell vorher geschulte Betreuer standen ihnen zur Seite. Sie hatten zuvor in Paderborn den Umgang mit dem Rollstuhl und die besonderen Bedürfnisse der Kranken kennengelernt. In Lourdes bildeten sie mit den Pilgern ein besonders gutes Team. Eine Betreuung, die, so ist sich Wallfahrtsleiter Thomas Ohm aus Dortmund sicher, auch im nächsten Jahr wieder angeboten wird.

Dann soll es auch wieder intensiven Kontakt unter den Jugendlichen geben. Rund 120 junge Menschen waren im Pilgerzug dabei. Ein großer Teil stammte aus einer Firmgruppe des Pastoralverbundes Delbrück. Mit ihrem Vikar waren aber auch Firmlinge aus Warstein dabei, andere stammten aus Finnentrop oder Lippstadt. Sie lernten in Lourdes besonders verschiedene Formen des Gebets kennen. Ein ganz besonderes Erlebnis war für sie jedoch das Treffen mit über zehntausend französischen Jugendlichen aus der Region rund um Paris. Sie waren für einige Tage ebenfalls zur Wallfahrt in Lourdes und erfüllten die Stadt mit ihren besonders fröhlich-modernen religiösen Gesängen. „Es war toll zu erleben, wie die jungen Leute den Glauben so lebendig gezeigt haben und dabei unsere ganze Gruppe noch einmal mit angesteckt haben“, kommentierte das Raimund Neuhaus, zuständiger Referent der Malteser für die Planung der Wallfahrten. Kaum wieder zurück setzte er sich mit dem engagierten Team Ehrenamtlicher sofort wieder an die Planungen: für die 35. Familienwallfahrt. Die wird im nächsten Jahr vom 26. März bis zum 1. April stattfinden. Anmeldungen sind schon möglich.

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