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Malteser Gütersloh

„Das ist echt der Wahnsinn“

Malteser Jugend erlebt großes Bundeszeltlager bei Paderborn / 600 Kinder und Jugendliche feiern gemeinsam Spiel und Unterhaltung

04.08.2014
Anmeldung zum Zeltlager: Bundesjugendreferentin Ruth Werthmann aus Köln sowie Bundesjugendsprechern Ruth Bellmann aus Speyer und Sven Dinglinger aus der Erzdiözese Hamburg weisen den Teilnehmern beim 32. Bundesjugendlager der Malteser Jugend die Zelte zu. Fotos: Malteser / Tim Tegetmeyer

Paderborn/Hamburg. „Ecke, Ecke, Ecke; Tor, Tor, Tor,“ schallt es über den Platz. Hamburg spielt gerade gegen Haselünne. Die Giganten gegen das Emsland, das Ergebnis des Fußballspiels an diesem Morgen scheint vorherbestimmt. Schiri Daniel Koch aus Paderborn hat nicht viel zu pfeifen, die Überlegenheit der kleinen Kicker aus Hamburg ist offensichtlich. 2:1 steht es hinterher bei der Meisterschaft im Rahmen des Bundeslagers der Malteser Jugend in Atteln bei Paderborn. 600 Kinder und Jugendliche mit ihren Betreuern und Teamern sind aus dem ganzen Bundesgebiet angereist. Sieben Tage lang haben sie ihre rund 100 Zelte auf dem Sportplatz des SV Atteln aufgeschlagen, wollen Spiel und Spaß, aber auch Gemeinsamkeit und Besinnung zu finden.
Aktionstag im großen Zeltlager. Wieder einmal steht alles unter dem Eindruck der Rahmenstory. Um die Kinder und Jugendlichen aus den 52 Jugendgruppen  von Neumünster bis Traunstein und Rostock bis Saarlouis zusammenzubinden, müssen sie eine gemeinsame Geschichte erledigen. In das Zeltlager der Malteser Jugend, so die Rahmenstory, hat sich ein Spion eingeschlichen, der zuerst Maskottchen Malte und später dann beim Stadtspiel am Donnerstag das berühmte Drei-Hasen Fenster im Dom bedroht. Durch die Erledigung vieler gemeinsamer Aktionen und aufgaben haben die Jugendlichen die Chance, die Bedrohung abzuwenden, indem sie selbst zu einer Gemeinschaft guter Geheimagenten werden. Wie das geht, das zeigen Devin Nacke (14) und Tim Karau ( 14) aus Herne. Beide sind am Parcours von Caty Brose aus Hamburg angetreten zum Blindenspiel. Tim verbindet Devin die Augen und muss ihn durch Anweisungen durch einen Parcours lotsen. Als der Jugendliche nach knapp zwei Minuten wieder wohlbehalten am Eingang steht, ist sein Urteil klar: „Das war ja einfach.“ Den Sinn der Aktion, Gemeinschaft zu lernen und sich aufeinander verlassen zu können, haben sie im Nebenbei erlebt.

Zwei gute Gründe gab es für die Malteser Jugend aus dem Erzbistum Paderborn, die Bundesjugend zum gemeinsamen einwöchigen zelten einzuladen. Vor 35 Jahren wurde die Jugend der Malteser als Teil der Hilfsorganisation gegründet, der Erwachsenverband der Malteser feiert in diesem Jahr bereits sein 60-jähriges Bestehen im Erzbistum Paderborn.
Wichtig im Zeltlager sind aber nicht nur die Inhalte wie Workshops und Aktionstag, Nachtwanderung oder Stadtspiel. Zu den entscheidenden Details gehören die Küche sowie die Duschen. Dass dort alles gut geregelt ist, dafür sorgt das Team um Volker Scholz aus Dortmund, der mit fünf Feldküchen und einem Team aus Ehrenamtlichen für die fast 600 Teilnehmer kocht. Chicken Nuggets mit Salat und Kartoffeln oder Schweinebraten mit Reis und Gemüse stehen auf dem Essensplan, der Hit wird aber sicher wieder der berühmte Lagerburger der Malteser Jugend sein.

Auch bei den Duschen haben die Organisatoren Besonderes geleistet: Auf dem Zeltplatz steht für die 600 Teilnehmer ein mobiler Dusch-Truck. In dem modernen LKW-Auflieger, einer von nur drei solchen Einrichtungen europaweit, sind 18 Duschgelegenheiten, streng nach Geschlechtern getrennt mit Zeltvorbauten zum Umziehen. Ein eigener Ölbrenner mit 250 Liter Tank sorgt dafür, dass immer 750 Liter Heißwasser vorrätig sind und mit Hilfe von Wärmepumpen an die Duschstationen kommt.
Jurtenburg mit Lagerfeuer, Zelt für Spiritualität und eigenes Kinderprogramm in einer kleinen Zeltstadt runden das Lager ab. „Was wir auf dem Platz erleben dürfen, ist echt der Wahnsinn“, hatte Paderborns Malteser Diözesanleiter Dr. Wolf van Lengerich bei seiner Begrüßungsansprache die besondere Dimension des Zeltlagers angesprochen. „Ich habe weiche Knie bekommen, als ich gesehen habe, was Ihr hier aufgestellt habt“, wünschte er den Teilnehmern viel „Spaß, Trubel und Gemeinsamkeit“. Das seien Erlebnisse, die die Jugendlichen nach vorne bringen würden.    Text: Malteser / Christian Schlichter

 

Im Bereich des Erzbistums Paderborn sind Jugendliche aus Büren, Castrop Rauxel, Witten, Balve, Lippstadt, Lennestadt, Lage, Höxter und Hagen sowie Paderborn, Warstein und Geseke mit im Bundesjugendzeltlager

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