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Malteser Gütersloh

Grothe: "Gedanke an Mutter hält Menschen am Leben"

41. Malteser-Wallfahrt mit 550 Pilgern nach Werl

21.09.2014
Das Bild vom Schiffbrüchigen, den der Gedanke an seine Mutter am Leben gehalten hatte, zeigte Weihbischof Manfred Grothe vor den alten und kranken Pilgern in der Marienbasilika von Werl.
Stärkung für die Schwachen: Kommunion aus der Hand von Weihbischof Grothe vor der Marienstatue von Werl.
Die Rosen für die Pilger waren Zeichen für Bedrängnis und Kümmernisse, die die Pilger symbolisch vor die Muttergottes brachten.
Pilger auf dem Weg in die Basilika
Viele Pilger waren zur 41. Malteser-Wallfahrt zur Muttergottes nach Werl in die Basilika gekommen. Text/Fotos: Malteser/Schlichter

Paderborn/Werl. Es war ein Nachhause-kommen im übertragenen Sinne: Am Sonntag pilgerten 550 Malteser aus der Erzdiözese Paderborn zur Mutter Gottes nach Werl. Diese 41. Malteser Wallfahrt war dabei „ein Weg zur Mutter“, wie es Weihbischof Manfred Grothe beschreib. Denn wie ein Schiffbrüchiger, der unlängst beschrieben habe, dass allein der Gedanke an seine Mutter ihn am Leben gehalten habe, gehe es auch Christen. Sie könnten sich durch Maria begleitet fühlen. Auch in der modernen Welt holten die Menschen Niederlagen und Schicksalsschläge, Krankheiten und Hiobsbotschaften ein, davor sei niemand verschont. Doch Christen brauchten keine Angst davor zu haben. Die Weggemeinschaft mit Maria zeige, „dass wir uns ihrem Schutz und Beistand anvertrauen können“, so wie es schon erfolgreich seit Jahrhunderten Menschen bei der Muttergottes von Werl getan hätten, rief der Weihbischof den Maltesern zu.
Mit dunklen Wolken am Himmel und teilweise starkem Regen hatte die Wallfahrt begonnen. Doch während die Pilger in der Basilika mit Weihbischof Grothe und Malteser-Diözesanseelsorger Prof. Dr. Msgr. Peter Schallenberg Gottesdienst feierten, regneten sich die schweren Wolken draußen aus. Das Bild des Schiffbrüchigen, der erst unlängst aus dem Meer gefischt worden war, das Weihbischof Grothe dort in seiner Predigt zeichnete, wurde durch das Trommeln des Wassers auf das Kirchendach untermalt. Doch je intensiver die Malteser mit Maria beteten, desto schneller zogen die Wolken ab. Bereits nach Ende des feierlichen Pontifikalamtes mit Unterstützung des Werler Madrigalchores mit Bläserensemble hörten die dicken Tropfen fast ganz auf. Spätestens nach dem gemeinsamen Mittagessen, das die 400 Senioren, alte und kranke Menschen sowie 150 Malteser-Helfer aus der ganzen Diözese in der Schützenhalle einnahmen, strahlte die Sonne vom Himmel. In einem langen Prozessionszug ging es dann für die Pilger aus Herne und Siegen, aus Höxter und Herzebrock zurück in die Basilika. In der Hand trugen sie dabei eine Rose, die sie vor der Muttergottes gemeinsam ablegten. Sie symbolisierte all ihre Sorgen und Nöte, Krankheiten und Bitten. Im Gebet wurde die Gottesmutter angerufen, als „Mittlerin und Ratgeberin, als Begleiterin und Beschützerin“, wie Weihbischof Grothe es benannt hatte, die Senioren wieder nach Hause zu begleiten. Dafür erhielten sie eine zweite Rose, die sie nun in den nächsten Tagen an die Stärke aus dem Gebet erinnern soll.
Für Weihbischof Manfred Grothe war es übrigens eine vornehme Verpflichtung, mit den Maltesern in Werl Gottesdienst zu feiern. Als Diözesanadministrator ist er derzeit bischöflich für die Diözese Limburg verantwortlich. Trotzdem stand er zu seiner lange gegebenen Zusage, in diesem Jahr die Malteser in Werl zu begleiten. Auf die Frage, ob ihm das nicht eine Last sei, antwortete er sichtbar entspannt: „Ich bin hier in der Heimat, da geht es mir gut.“


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