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Malteser Gütersloh

Hohe Ehrung für Engagement in Litauen

Frank Janssens und Dr. Peter Freiherr von Fürstenberg für ihr Engagement ausgezeichnet

04.12.2014

Büren/Paderborn. Vor mehr als zwei Jahrzehnten haben die Malteser aus Büren die ersten aktiven Hilfsaktionen in Litauen gestartet. Sie versorgten Menschen in verschiedenen Städten, vor allem aber in Vilnius und Ignalina mit Pflegehilfsmitteln, Medikamenten und Bekleidung. Gemeinsam mit Maltesern vor Ort wurden Alten- und Kinderheime sowie Krankenhäuser unterstützt. Aus der damaligen Aktion ist eine dauerhafte Hilfe geworden, die besonders zwei Namen trägt: Dr. Peter Freiherr von Fürstenberg und Frank Janssens. Sie haben der Litauen Hilfe der Malteser für die Diözese Paderborn und besonders die Stadt Büren ein Gesicht gegeben. Beide verdienten Bürener erhielten jetzt eine hohe litauische Ehrung.

Frank Janssens wurde bei seinem letzten Litauen Besuch vor vier Wochen im großen Rahmen ausgezeichnet. Für Peter Freiherr von Fürstenberg fand die Würdigung und Verleihung am Mittwoch abend im Bürener Rathaus statt. Dazu war extra der Präsident der litauischen Malteser, Romas Abunevičius, nach Büren gekommen. Im Namen des Ministerpräsidenten seines Landes, Algirdas Butkevicius, dankte er für die großartige Unterstützung der Malteser aus Büren.

Im Rahmen der Feierlichkeiten des 900 jährigen Bestehens des Malteserordens wurden im Oktober 2014 Malteser der ersten Stunde der Litauenhilfe im Rahmen einer Feier in Vilnius geehrt. Dazu war Frank Janssens mit Sebastian Feldmann im Oktober in Litauen gewesen. Neben der Lieferung von Hilfsgütern hatten sie dabei auch den von ihnen initiierten „sozialen Waschsalon“ besucht. Bei der großen Jubiläumsgala der Malteser dann gab es für Janssens eine Überraschung, als er nach vorne gerufen wurde und die Ehrung für seinen langjährigen Einsatz erhielt. Er war dabei ebenso berührt, wie Dr. Peter Freiherr von Fürstenberg, der jetzt im Bürgersaal Büren ausgezeichnet wurde.

Um die medizinische Versorgung in dem ehemaligen Ostblockland zu gewährleisten, hatte Fürstenberg unter anderem mit den Bürener Maltesern seit 1992 Hilfstransporte mit Medikamenten organisiert. „Er sorgte für die Vermittlung von Beziehungen zwischen deutschen und litauischen Krankenhäusern. Aus diesen Aktivitäten entstand die Städtepartnerschaft zwischen Ignalina und Büren“, erinnerte sich Malteser Präsident Abunevičius am Mittwoch abend im Bürgersaal. Im Namen des Ministerpräsidenten der Republik Litauen möchten wir Ihnen aufrichtig für Ihr persönliches Engagement danken“, so der Malteser aus Litauen. Als Anerkennung hatten die Litauer eine kunstvoll gestaltete Urkunde überreicht.

Zum Hintergrund:
Trotz politischer Wende und EU-Zugehörigkeit erfahren die Malteser bei ihren regelmäßigen Besuchen in Litauen bis heute von großer Not. Jugendarbeitslosigkeit und Altersarmut sind besonders bei der Landbevölkerung ausgeprägt. Viele Jugendliche wandern in die Großstädte oder ins Ausland ab. Eine weiterhin unzureichende Versorgung bei Krankheiten und Behinderungen ist ebenso Alltag wie das geringe Lohnniveau bei stetig steigenden Preisen. Deshalb werden regelmäßige Hilfsgütertransporte mit Kleidung, Haushalts– und Spielwaren, Hygieneartikeln und medizinischen Hilfsmitteln für die Nothilfe auch zukünftig wichtig bleiben. Die Malteser aus Büren und der Diözese Paderborn helfen dabei in einer Reihe mit Maltesern aus den Diözesen Osnabrück und Hamburg.

Weitere Informationen

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