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Malteser Gütersloh

Erste Malteser-Rettungswachenleiterin in OWL

Mehr Frauen in Führungspositionen

15.02.2015
Fotos (Buttchereit): Malteser Rettungswachenleiterin in Gütersloh Jasmin Oudeman am Rettungswagen.
Fotos (Buttchereit): Malteser Rettungswachenleiterin in Gütersloh Jasmin Oudeman am Rettungswagen.

Gütersloh. Schon seit 10 Jahren kommt Rettungsassistentin Jasmin Oudeman zur Schicht in die Rettungswache der Malteser in der Oststrasse. So auch am 1. Januar – doch diesmal nicht als Kollegin sondern als Leiterin der Rettungswache. Als die Stelle ausgeschrieben wurde, war es keine Frage für die 36-jährige sich auf die Position zu bewerben: „Natürlich haben wir Zuhause erst beraten, ob der verantwortungsvolle Job mit Familie vereinbar ist. Aber ich habe einen tollen Rückhalt und ein gut funktionierendes Netzwerk.“ Gegen zwei männliche Mitbewerber setzte sich die dreifache Mutter letztendlich durch und führt nun knapp 30 Mitarbeiter im Rettungsdienst.

Dass die gebürtige Hamburgerin  Jasmin Oudeman einmal im Rettungswesen landet, war nach der Schulzeit gar nicht so klar. Erst während der Ausbildung beim DRK im benachbarten Schleswig-Holstein zeigte sich: das ist mein Beruf. Und ein Stück weit auch Berufung. Denn Frauen haben es auch heutzutage nicht immer einfach in dem einst männlich dominierten Beruf. Da heißt es sich durchbeißen sagt Oudeman: „Mitunter muss man sich schon mal einen blöden Spruch anhören, wenn zum Beispiel ein reines Frauenteam zu einem Patienten kommt, der dann mit dem Tragestuhl aus dem dritten Stock zum Rettungswagen transportiert werden muss. Aber zur Not können wir dann Hilfe von der Feuerwehr anfordern. Und das tun die männlichen Kollegen im Zweifel auch – wir haben alle nur einen gesunden Rücken und das soll auch so bleiben!“

Erst seit circa 40 Jahren gibt es Frauen im Sanitätsdienst; anfangs waren sie Exoten. Heute sind knapp 50 Prozent aller Neueinstellungen weiblich. Allerdings findet man Frauen selten in Führungspositionen. „Ein Umstand, den wir gerne ändern wollen“, bekräftigt Malteser Dienststellenleiter Christian Hempelmann. „Die Malteser freuen sich sehr, Frau Oudeman für den verantwortungsvollen Posten gewonnen zu haben. Sie ist seit 10 Jahren bei uns und so war es jetzt kein Sprung ins kalte Wasser; die Abläufe und die Kollegen sind bekannt.“ Neu sind unter anderem Dienstplangestaltung, Personalführung und die Verantwortung für den Fuhrpark. Nichts was Jasmin Oudeman schreckt: „Im Gegenteil, das ist eine spannende Herausforderung und ich bekomme viel Unterstützung von meinem Team und von anderen Malteser-Wachleiter-Kollegen aus OWL.“

Ein großes Projekt steht Wachleiterin Oudeman und ihrem Team noch bevor: der Umzug in den neuen Rettungswachen-Standort nach Gütersloh-Avenwedde in die Werner-von-Siemens-Straße.

„Das wird mit Sicherheit noch ein großer Kraftakt. Aber wir freuen uns alle sehr auf die neuen modernen und funktionellen Räume.“ Geplant ist, Mitte Februar an der neuen Adresse einsatzbereit zu sein.

Text: Buttchereit

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