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Malteser Gütersloh

Fünf Jahre Malteser Senioren Cafe

Großer Dank an Monika Klein Franze und Ernst Kuhnt

14.04.2015
Gratulanten: Diözesangeschäftsführer Andreas Bierod, Thea Wickenkamp (86), Gisela Wulf (76), Organisatoren Ernst Kuhnt und Monika Klein Franze, Malteser Sozialreferentin Ilona Schäfer und Stadtbeauftragte Marina Stork freuten sich über das fünfjährige Bestehen des Malteser Cafes, gefeiert wurde mit 60 Gästen.
Das hält jung: Von Anfang an mit dabei sind Gisela Wulf (76) und Thea Wickenkamp (85) aus Paderborn, sie freuten sich mit Organisatorin Monika Klein-Franze über den feierlichen Geburtstag. Im Hintergrund Ernst Kuhnt, Diözesangeschäftsführer Andreas Bierod und Stadtbeauftragte Marina Stork.
Blick in die Gästerunde zum fünfjährigen Bestehen des Malteser Cafes im Liborius Forum.

Die Zahlen sind schon beeindruckend: Seit fünf Jahren besteht das Malteser Cafe in Paderborn. Seitdem wurden an 60 Terminen insgesamt rund 3.000 Menschen bewirtet. Dazu haben rechnerisch 600 Ehrenamtliche zusammen 3.000 Stunden geleistete, um das möglich zu machen. Großartige zahlen, die jetzt gemeinsam mit den Menschen bei einem kleinen Jubiläum im Paderborner Liborius Forum gefeiert wurden.


Auf Anregung einer Seniorin, die bereits Kontakt zu den Maltesern hatte, die aber den Besuchsdienst nicht in Anspruch nehmen wollte, sondern sich lieber mit anderen Senioren außerhalb ihrer eigenen vier Wände bei Kaffee und Kuchen zum „klönen“ treffen wollte, wurde das Seniorencafe vor fünf Jahren gegründet. Zeitgleich ging es auch um die Möglichkeit der Abholung von zu Hause. Man wollte sich aber möglichst nicht in einem teuren Café treffen, weil die Seniorin nur über eine kleine Rente verfügte.

Im Stadtführungskreis der Malteser wurde von vornherein darauf Wert gelegt, dass das Café gerade für Menschen mit geringen finanziellen Mitteln angeboten werden sollte. Auf den Tischen sollten Spendendosen zur Mitfinanzierung aufgestellt werden.
Die Räume der Malteser in der Karl-Schurz-Straße erwiesen sich im ersten Stock als ungeeignet, es wurde von Anfang ein innenstadtnaher Raum mit Küchenbenutzung gesucht und zunächst im Franziskanerkloster in der Westernstraße gefunden.

Am Samstag, 13. März 2010, fand das erste Malteser-Café statt. Der Samstag wurde bewusst gewählt, weil in der Woche viele Angebote von anderen Organisationen angeboten werden und die Malteser nicht in Konkurrenz zu ihnen treten wollten. Eingeladen wurden die Kunden des Malteser-Hausnotrufes und die Personen, die von den Maltesern bereits im Besuchsdienst betreut wurden.
Dank des Malteser Fahrdienstes der hauptamtlichen Dienste der Malteser, die spontan einen Fahrer mit Fahrzeug zum Abholen der Gäste von zu Hause anboten, konnten auch Personen teilnehmen, die krankheitsbedingt nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu uns kommen konnten.

Zur Eröffnung konnten 24 Gäste begrüßt werden, Pressevertreter der beiden großen Tageszeitungen entsandten Reporter, die einen ausführlichen Bericht mit Fotos veröffentlichten. Danach meldeten sich weitere Helferinnen und weitere Gäste, die zum Teil auch heute noch Stammgäste sind.

Nach einem Jahr erfolgte die Kündigung seitens des Franziskaner-Ordens wegen Eigenbedarfes zum 31. Juli 2011. Danach erfolgte die Suche nach einer neuen Bleibe. Auf einen entsprechenden Presseartikel erfolgte die spontane Zusage von Frau Pape, Einrichtungsleiterin des St.-Vincenz-Altenzentrums Paderborn. Dort waren die Malteser mit dem Seniorencafe von September 2011 bis November 2012 zu Gast. Aufgrund der Entfernung zur Innenstadt äußerten die Gäste den Wunsch nach einer näheren Cafemöglichkeit (schlechte Busverbindung zum Altenheim am Samstagnachmittag).

Zum Glück wurde das neue Pfarrzentrum der Innenstadtpfarrei St. Liborius im März 2012 eröffnet. Entsprechende Anfragen an Propst Dr. Nübold führten zum Erfolg. Seit Dezember 2012 sind die Malteser gegen jeweilige Miete im Forum St. Liborius zu Gast. Mittlerweile besuchen durchschnittlich 50 Gäste die Cafe-Veranstaltungen, viele Stammgäste sind darunter.
Pro Café sind durchschnittlich 10 Helferinnen und Helfer für die rund 60 Gäste (mit den Malteser-Senioren) im Einsatz. Dabei geht es um das Eindecken der Tische, Brote schmieren und belegen, Kuchen von der Bäckerei holen und portionsgerecht schneiden, Kaffee kochen, an den Tischen bedienen und - ganz wichtig - sich mit den Gästen unterhalten. Nachher muss natürlich wieder aufgeräumt werden. Da vergehen schnell 5 Stunden pro Nachmittag mit Vor- und Nacharbeiten.


Am vergangenen Mittwoch fand übrigens das Männerfrühstück im April statt. Es war mit 13 Gästen gut besucht. Auch dort kommen nach fast einem Jahr nun mittlerweile Stammgäste, die gerne kommen. Das Männercafe richtet sich an alleinstehende ältere Männer, die Initiative dazu entstand aus dem Seniorencafe.

Weitere Informationen

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE06370601201201216865  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7