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Malteser Gütersloh

Hoffnung auf das Ungewisse

Malteser denken im Tagesseminar über Möglichkeiten der Hilfe für Flüchtlinge nach

08.05.2015
In der Einrichtung der Malteserwerke in Hemer treffen sich die Flüchtlingsfrauen regelmäßig zu Gesprächsrunden.

Balve/Paderborn/Hemer. „Ich packe meinen Koffer…“ – Millionen von Menschen stehen aktuell vor der Entscheidung, was nehme ich mit, was ist mir wichtig. Doch statt wie Menschen in Deutschland die Koffer für den Urlaub zu packen, verlassen sie ihre Heimat. Sie flüchten vor Krieg, Verfolgung und Armut. Wie das ist, alles hinter sich zu lassen und dann in einem fremden Land anzukommen, dazu machen sich jetzt die Malteser im Erzbistum Paderborn konkrete Gedanken. In einem Tagesseminar werden sie Flucht, Aufnahme in Deutschland und Hilfemöglichkeiten thematisieren. Treffpunkt ist dazu am Samstag (9. Mai) in Balve im Pfarrheim. Morgens reden Jugendliche und Erwachsene über die Motivation zur Flucht und den Heimatbegriff. Mittags besichtigen sie die Flüchtlingseinrichtung der Malteser in Hemer. Nachmittags sprechen sie über konkrete Hilfsmöglichkeiten. Treff ist von 10 bis 17 Uhr im Pfarrheim, geleitet wird das Seminar von Katrin Pape-Siegenbrink.

Menschen auf der Flucht suchen Frieden, Sicherheit, ein besseres Leben. Dafür nehmen sie viele Risiken auf sich. Wenn alles gut geht schaffen sie es in ein fremdes Land, mit fremder Kultur, mit fremden Menschen. „Sie leben mitten unter uns, und stehen doch am Rande der Gesellschaft. Klar, die aktuelle Situation ist nicht einfach– für niemanden!“, sagt Katrin Pape-Siegenbrink. Um das zu thematisieren und gemeinsam zu überlegen, was solch eine Situation für eine Hilfsorganisation wie die Malteser bedeuten kann, wird Inhalt des Seminars werden.

Dabei geht es ganz zentral um drei Begriffe:
#hinschauen – Die Malteser möchten darüber ins Gespräch kommen, was es bedeutet, seine Heimat zu verlassen, auf der Flucht zu sein, fremd zu sein. Geplant ist auch ein Besuch der Betreuungseinrichtung für Migranten in Hemer, die von den Malteserwerken geleitet wird.
#teilen – Das Seminar soll Möglichkeiten aufzeigen, wie die Themen Flucht und Migration inhaltlich greifbarer für die Arbeit in den Jugend- oder Schulsanitätsdienstgruppen werden kann.
#helfen – letztlich wollen die Malteser gemeinsam Ideen entwickeln, wie sie ganz konkret Unterstützung leisten können. Das soll über die bisherige punktuelle Unterstützung der Malteser-Einrichtungen in Hemer und Borgentreich sowie auch der Johanniter Einrichtung in Rüthen und der DRK Einrichtung in Burbach hinaus gehen. Dort sind die Malteser aus Siegen und Paderborn, Warstein und Balve bereits involviert.

Weitere Informationen

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