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Malteser Gütersloh

Menschen in Not aufnehmen

Malteser starten den Betrieb der neuen Notunterkunft für Flüchtlinge in Meschede

26.06.2015
Diözesanleiter (ehrenamtlich) Dr. Wolf Börries van Lengerich hat mit dem Diözesanvorstand der Malteser in der Diözese Paderborn entschieden, dass seine Hilfsorganisation die Notunterkunft betreuen wird.
Diözesangeschäftsführer Andreas Bierod wird in diesen Tagen die notwendigen Entscheidungen treffen um die Notunterkunft betriebsfähig zu machen und setzt auf das große Engagement der gut ausgebildeten Malteser-Ehrenamtlichen.

Meschede/Paderborn. „Es geht hier um die Not von Menschen“, bringt Malteser Diözesanleiter Dr. Wolf van Lengerich auf den Punkt, was ab Montag mittag auch in Meschede konkret wird: In der ehemaligen Jugendherberge „Haus Dortmund“ werden ab nächster Woche bis zu 140 Flüchtlinge untergebracht werden. Die Bezirksregierung in Arnsberg hat die Malteser in der Diözese Paderborn kurzfristig angefragt und mit der Betreuung und Leitung dieser Einrichtung betraut. Für die Hilfsorganisation, die bereits vier Einrichtungen verschiedener Ausrichtung und Größe im Diözesangebiet betreibt, eine Aufgabe, der sie sich nun mit Engagement stellen wird.

Mit jedem Tag kommen neue Flüchtlinge nach NRW, das ist eine wachsende Aufgabe für das Land, all diese Menschen unterzubringen. Mit der ehemaligen Jugendherberge „Haus Dortmund“, die bis Ende 2013 vom Deutschen Jugendherbergswerk betrieben wurde und ein Jahr später in privaten Besitz wechselte, ist nun ein weiterer Platz gefunden worden, all diese Menschen aufzunehmen.
„Wen wir ab Montag dort aufnehmen werden, wissen wir noch nicht“, nimmt Andreas Bierod, Diözesangeschäftsführer der Malteser aus Paderborn, Stellung zu der neuen Notunterkunft. Aus welchen Ländern die Menschen stammen, auf welchen Wegen sie nach Deutschland gekommen sind und wie es für sie nun weitergeht, das alles sind nicht die Fragen, die in der ersten Situation zu klären seien. „Wir kümmern uns um die Menschen und freuen uns, dass die Bezirksregierung uns das Vertrauen schenkt, die Notunterkunft zu betreuen“, sagte Bierod dazu am Sonntag. Recht kurzfristig waren die Malteser erst Mitte dieser Woche für diese Aufgabe angefragt worden. Durch ihr Engagement in Borgentreich, Wimbern und Hemer haben sie bereits teils langjährige Erfahrungen. Dazu kommt ihre Verankerung vor Ort mit den ehrenamtlichen Helfern in der Ortgruppe Arnsberg-Meschede.
Professionell für den Betreuungseinsatz ausgebildete Ehrenamtliche aus den umliegenden Malteserstandorten werden es zunächst sein, die den Betrieb der neuen Notunterkunft in der Anlaufphase stützen werden. Bereits jetzt suchen die Malteser jedoch weiteres hauptamtliches Personal für die Betreuung der Flüchtlinge. „Wir wollen den Menschen zunächst ein Dach über dem Kopf geben und sie aufnehmen“, sagt Bierod. Ein erstes Zuhause jedoch werde das ehemalige „Haus Dortmund“ aufgrund der Einstufung als Notunterkunft für die Flüchtlinge jedoch nicht werden können, dafür seien die Aufenthaltszeiten zu kurz, schätzt der Diözesangeschäftsführer die Arbeit der nächsten Monate ein.

Info:
Der Malteser Hilfsdienst e.V. in der Diözese Paderborn ist ein Fachverband der Caritas. Er zählt 3.000 aktive und 2.000 passive Mitglieder, die von rund 55.000 Fördermitgliedern unterstützt werden. Er finanziert sich allein aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden sowie Einnahmen durch die eigene Arbeit. Malteser gibt es an 39 Stellen in der Diözese Paderborn, von Herne bis Höxter und Minden bis Siegen. Meschede liegt somit fast genau in der geographischen Mitte.

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Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE06370601201201216865  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7