Navigation
Malteser Gütersloh

Notunterkunft erst optimal vorbereiten

Malteser Einrichtung startet erst am Donnerstag / Spenden erst am Wochenende bringen

28.06.2015

Meschede/Paderborn Durchatmen bei den Maltesern. Die ersten Flüchtlinge im „Haus Dortmund“ werden wahrscheinlich erst am Donnerstag eintreffen. Zu viele Fragen waren noch offen, um wie geplant sofort am Montag starten zu können. „Um so ein großes Haus nach anderthalb Jahren Stillstand wieder in Betrieb zu bekommen, reichten die drei Tage vor Ort dann doch nicht aus“, kommentierte Malteser Geschäftsführer Andreas Bierod. Brandschutz und Heizung, Frischwasser und Müllentsorgung, Essen und Zimmerherrichtung, Stromversorgung und Abflüsse, viele Einzelfragen mussten die ehrenamtlichen Helfer der Malteser seit Samstag klären. Als sie gesehen hatten, dass nicht alle Fragen sofort zu lösen waren, regierte die Bezirksregierung am Montag schnell und verschob die Ankunft der ersten Flüchtlinge. „Wir rechnen jetzt ab Donnerstag mit der ersten Belegung“, sagte Bierod am Montag vormittag bei einer Pressekonferenz, wann es in der ehemaligen Jugendherberge richtig losgehen soll.

„Ein freundliches Lächeln und eine freundliche Geste lassen manchmal mehr Wunden heilen und Schrecken in den Hintergrund rücken, als übereifriges Engagement“, kommentierte diese Verzögerung der ehrenamtliche Leiter der Malteser in der Diözese Paderborn, Dr. Wolf Börries van Lengerich. Er machte deutlich, dass es für die Malteser keine Pflicht, sondern eine Aufgabe aus christlicher Nächstenliebe heraus sei, die künftig bis zu 140 Flüchtlinge gut und sicher zu betreuen. Es gehe nicht nur darum, ihnen Obdach und Essen zu sichern, sondern sie in der Notunterkunft darüber hinaus gut zu betreuen.  

Wie professionell das angeht, zeigten die Malteser bereits in den vergangenen Tagen. Jeweils bis zu 50 Helferinnen und Helfer waren vor Ort. Ein Großteil von ihnen stammt aus entsprechenden Katastrophenschutzeinheiten von Siegen bis Paderborn oder von Geseke bis Dortmund, die extra für Betreuungsaufgaben ausgebildet sind. Die anderen kamen kurzfristig von anderen durch die Malteser betreuten Flüchtlingseinrichtungen. So waren Mitarbeiter aus Hemer, Wickede-Wimbern und Borgentreich vor Ort, um den Start der Notunterkunft optimal vorzubereiten. In den nächsten Wochen werden sie zur Unterstützung bleiben, bis die Malteser neue Mitarbeiter gefunden haben, die die Flüchtlinge bei ihren ein- bis zweiwöchigen Aufenthalten betreuen werden. Gesucht werden aktuell Reinigungskräfte, Techniker, Mitarbeiter für die Küche sowie die Betreuung. Von insgesamt 31 Personalstellen geht Geschäftsführer Bierod aus, die in dem Haus 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche die Betreuung sicherstellen.
Wie geht es jetzt konkret weiter: Die Malteser richten die ehemalige Jugendherberge, die 1929 im Wald über Meschede gebaut worden ist, weiter her. Ab Donnerstag kommen die Flüchtlinge und werden sich zunächst orientieren müssen. Spenden aus der Bevölkerung sind den Maltesern willkommen, insbesondere Kinderkleidung und Spielzeug. Sie bitten die Bevölkerung jedoch, diese Spenden gezielt am Samstag und Sonntag (4./5. Juli) zur neuen Notunterkunft zu bringen. Die einzige Zufahrtsstraße ist sehr eng, Begegnungsverkehr dort schwierig, am Wochenende werden deshalb Malteser extra an passender Stelle auf Bürger mit Spenden warten. Für die größeren Spenden werden die Malteser in den nächsten Tagen auch Unternehmen und Firmen aus der Umgebung ansprechen.
Aktuelle Infos über die Notunterkunft, Stellenausschreibungen sowie den genauen Spendenbedarf gibt es unter www.malteser-meschede.de und auf facebook unter f: Malteser Flüchtlingshilfe Meschede.

Weitere Informationen

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE06370601201201216865  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7