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Malteser Gütersloh

Ohne Malteser wäre es nicht gegangen

Innenminister Jäger lobt Arbeit in Stukenbrock

10.09.2015
Innenminister Ralf Jäger hörte im direkten Gespräch von den Gütersloher Maltesern Daniel Kreimann, Siegfried Krix und Einrichtungsleiter Andre Bechtloff, wie die Arbeit bei der plötzlichen Einrichtung und Übernahme der Flüchtlingsunterkunft in Stukenbrock gestemmt wurde. Kreimann und Bechtloff arbeiten übrigens seit Wochen ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe der Malteser. Mit am Tisch Regierungspräsidentin Thomann-Stahl.
Einrichtungsleiter Andre Bechtloff von den Maltesern dankte dem Innenminister und der Polizei für die großartige Unterstützung bei der Einrichtung der Notunterkunft. Mit im Bild Daniel Kreimann, Siegfried Krix und auf der anderen Tischseite Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl.
Schnappschuß kurz vor dem Rückflug des Innenministers nach Düsseldorf: Siegfried Krix und Andre Bechtloff waren eng in die Runde um den Politiker eingebunden.

Stukenbrock. „Das war ein Kraftakt, innerhalb weniger Stunden hier Platz für 500 Menschen vorzubereiten“,  lobte NRW Innenminister Ralf Jäger gestern in der Polizeikaserne Stukenbrock und fügte im gleichen Atemzug hinzu: „Ohne Malteser wäre das alles nicht möglich gewesen“. Sein persönliches Lob an Malteser-Einrichtungsleiter Andre Bechtloff und Bezirksgeschäftsführer Siegfried Krix kam aus tiefstem Herzen und stand auf gleicher Stufe wie seine Anerkennung, die er den eigenen Polizisten zollte, die ihren gesamten Ausbildungsbetrieb auf den Kopf gestellt hatten.

„Plötzlich standen wir am Sonntag in der Situation, dass wir in NRW für 1.000 Menschen ein Dach über den Kopf brauchten. Dass wir das geschafft haben, das haben wir Ihnen zu verdanken“. Das große Lob von Innenminister Jäger galt am  Donnerstag Vormittag bei seiner Stippvisite eben nicht nur seiner Polizei in der Landesausbildungsanstalt Stukenbrock. Ganz besonders nahm er bei dem Dank auch die Malteser in den Blick. Die hatten von der ersten Stunde an zunächst im Rahmen einer Einsatzeinheit des Katastrophenschutzes die Unterkunft für die 500 Flüchtlinge mit vorbereitet. In einem direkten Hilfsangebot auf Bitten der Bezirksregierung hatten sie dann auch unbürokratisch den Regelbetrieb übernommen. Und das, obwohl sie mit der benachbarten Notunterkunft in Staumühle bereits eine der größten solcher Einrichtungen in NRW betreiben.
„Alle arbeiten hier über ihre eigenen Grenzen hinaus, das fluppt und keiner meckert“, hieß es zur Situation der gemeinsamen Arbeit aus den Reihen der Polizei. Sie hatte ein Unterkunftsgebäude für ihre Polizeischüler geräumt und auch Platz in einer Turnhalle gemacht. Werden in der appartmentähnlichen Anlage eher die Familien untergebracht, so sind die alleinreisenden Flüchtlinge auf die Feldbetten in der Turnhalle angewiesen. Die Malteser kümmern sich um die Begrüßung, Zimmerverteilung, den Gesundheitscheck und die Krankenbehandlung sowie mit einem großen Team aus Erlebnispädagogen um die Betreuung und Beschäftigung. Da wird mit den Kindern gemalt und gebastelt, Dolmetscher stehen für Gespräche mit den Erwachsenen bereit. Viele ehrenamtliche und für solche Situationen ausgebildete Malteser sind für diesen Einsatz engagiert. Einige hauptamtliche Mitarbeiter wurden dazu aber auch kurzfristig aus anderen Einrichtungen abgezogen oder auf Kosten der Malteser kurzfristig engagiert. Weil das aber nicht dauerhaft geht und der ehrenamtliche Einsatz über so viele Tage nicht mehr zu bewältigen ist, werden die Malteser, die zunächst nur für eine knappe Woche die Betreuung übernehmen sollten, nun noch bis nächste Woche Dienstag abend in Stukenbrock die Flüchtlinge betreuen. Anschließend wird die Bezirksregierung eine neue Lösung finden.

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