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Malteser Gütersloh

Neujahr nachts zum Großunfall auf die A 33

Großeinsatz nach Mitternacht für Katastrophenschützer/ Massenkarambolage bei Nebel

04.01.2016
Der RTW der Paderborner Einheit half mit, die Unfallstelle auszuleuchten.
Vor Ort herrschte auch noch bei der Bergung und Versorgung der Verletzten dichter Nebel. Foto: B.Franze

Paderborn/Gütersloh/Lage. Das neue Jahr war gerade eine Stunde alt, als Notrufe von der Bundesautobahn A33 zwischen den Anschlussstellen Schloß Neuhaus (Kreis Paderborn) und Sennelager bei der Leitstelle Paderborn eingingen. Durch eine plötzlich auftretende sehr dichte Nebelbank war es zunächst zu vermehrten Einzelunfälle gekommen, die sich dann zu einer Massenkarambolage auswuchs.

Sehr schnell mussten die Einsatzkräfte von einem Toten und bis zu 70 verletzten ausgehen. Durch die Anzahl der rund 25 beteiligten Fahrzeuge alarmierte der Kreis Paderborn gemäß Einsatzstichwort „MANV 2 – Massenanfall mit mehr als 10 Verletzten“ die Einsatzkräfte. Die Katastrophenschutz-Einsatzeinheit des Landes NRW Paderborn 04 wurde mit Teilkomponenten alarmiert. Der Techniktrupp der Malteser aus Paderborn als Unterstützung zum Ausleuchten der Unfallstelle und der Gerätewagen-Sanität zum Sichten der Patienten der Malteser aus Borchen gingen in den Einsatz. Der ehrenamtliche Rettungswagen der Malteser Paderborn unterstützte den örtlichen Rettungsdienst an der Einsatzstelle zur Eigensicherung der eingesetzten Kräfte. Selbst nachts um 1 Uhr, und trotz der Tatsache, dass viele Helfer auf Silvesterfeiern gewesen waren, bei denen sie aber keinen Alkohol getrunken hatten, kamen sie nüchtern zum Einsatz und fuhren mit den Einsatzwagen los.

Aufgrund der hohen Anzahl der Verletzten forderte der Kreis Paderborn weitere Unterstützung aus den benachbarten Kreisen nach dem überörtlichem-MANV Konzept an: der Patiententransportzug (PTZ) 10 des Kreises Gütersloh wurde ebenso alarmiert, wie den PTZ 10 der Stadt Bielefeld, Rettungsmittel des Kreises Soest und Rettungsmittel des Kreises Lippe. Darin waren ebenfalls auch zahlreiche haupt- und ehrenamtliche Malteser Helfer/innen eingebunden.
Die angeforderten Einsatzkräfte mussten sich mit Schritttempo an die Einsatzstelle herantasten, da die Sicht vor Ort durch die dicke Nebelwand gegen Null war. Bis ca. 5 Uhr waren die letzten Rettungsmittel noch an der Unfallstelle.

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