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Malteser Gütersloh

Mehr Niveau für die Hilfe

Geseker Malteser schaffen mit Anbau bessere Bedingungen für Kleiderkammer

20.01.2016
20 Paletten Ziegelsteine sind schon auf der Grundplatte verteilt, aus ihnen soll die neue Kleiderkammer gebaut werden: Dieter Ritz, Maria Benkel, Andreas Bierod, Seelsorger Norbert Scheckel und Wilfried Benkel freuen sich über den ersten Spatenstich.

Geseke. In einer Garage hatten sie vor knapp 30 Jahren auf Initiative der Geseker Caritas begonnen. Spätestens seit ihrem Umzug vor zwölf Jahren  in die neue Unterkunft an der Ernst von Bayern Straße war die große Kleider- und Möbelkammer der Malteser in Geseke aber ein fester Anlaufpunkt. Mittlerweile kommen an den Samstagen über 100 Menschen. Das Team um Maria Benkel und Maria Becker versorgt sie dann mit Kleidung und Wohnungseinrichtungen. Viele Flüchtlinge sind dann dabei, aber auch Menschen, die sich selbst nicht viel Neues leisten können. Für sie bauen die Malteser nun an, rund 150.000 Euro wird die neue Kleiderkammer und Begegnungsstätte in Geseke kosten. Finanziert wird das zum großen Teil mit Fördermitteln des Deutschen Hilfswerks/Deutsche Fernsehlotterie.
„Nehmt Euch der Schwachen an und seid geduldig mit allen“, hatte Malteser-Seelsorger Norbert Scheckel beim ersten Spatenstich zitiert. Wer Samstags in die Möbel- und Kleiderkammer der Malteser komme, der könne sehen, das genau das dort umgesetzt werde. „Was sie hier tun, ist gelebtes Zeugnis“, lobte Scheckel die Malteser. 100 Quadratmeter wird der Anbau umfassen, Platz für Kleiderständer und hochwertige gebrauchte Möbel. „Nur weil die Menschen arm sind, müssen sie bislang in eine eiskalte Halle, das hat kein Niveau“, haderte Stadtbeauftragter Wilfried Benkel mit den bisherigen Zuständen. Um das zu beheben, wurde vor zwei Jahren mit den neuen Planungen begonnen. Erst durch die großzügige Finanzierungszusage des Deutschen Hilfswerkes, vermittelt durch den Diözesancaritasverband, konnten die Malteser nun mit dem Bau beginnen.
Als Ort für die Kommunikation zwischen Gebenden und Nehmenden soll die neue Kleiderkammer künftig dienen. In dem Anbau wird die Kleidung präsentiert, ein Durchbruch zu den beiden früheren Waschhallen im Altgebäude öffnet das auch zur Ernst von Bayern Straße. Eine rückwärtige Terrasse wird dabei auch weitere Begegnungsmöglichkeiten schaffen. Bessere Arbeitsmöglichkeiten sind das unter anderem für die rund zehn Ehrenamtlichen, aber auch eine bessere Präsentation der gespendeten Kleider und Möbel. Wenn der Anbau einmal fertig ist, ziehen in der Fahrzeughalle auch wieder geordnete Zustände ein: Bislang müssen die Einsatzfahrzeuge der Malteser draußen parken, allein für den Rettungswagen und ein wenig Technik ist noch Platz in der Halle, den Rest haben Kleiderkammer und Spenden eingenommen. Um das neue Vorhaben auch offiziell zu besiegeln, dazu standen nun fünf nagelneue Spaten bereit. Mit ihnen vollzogen die Malteser, allen voran Diözesangeschäftsführer Andreas Bierod, Stadtleitung Maria und Wilfried Benkel sowie ehrenamtlicher Geschäftsführer Dieter Ritz sowie die stellvertretende Bürgermeisterin Susanne Schulte-Döinghaus und Architektin Irene Struwe Pieper gemeinsam mit der Geistlichkeit den ersten Spatenstich.

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