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Malteser Gütersloh

Ehrenamt fit für die Zukunft machen

Malteser tagen in Schwerte

08.03.2016
Intensiver Austausch bei der Beauftragten-Tagung in Schwerte: (v.l.) Marina Becker (Referentin Verbandsentwicklung sowie Abteilungsleiterin Kinder, Jugend und Schule im Malteser Hilfsdienst e.V. in der Erzdiözese Hamburg), die MHD-Vorstandsreferenten Christoph Klausing und Gregor Schaaf-Schuchardt, Raimund Neuhaus (Diözesanreferent Ehrenamt), Diözesangeschäftsführer Andreas Bierod, Johanna Gräfin von Brühl (Diözesanoberin und stellvertretende Diözesanleiterin) und Wolfgang Penning (stellvertretender Diözesanleiter).
„E“ wie Entwicklungswerkstatt: Die Beauftragten wurden über das neue Instrument zur Weiterentwicklung der Verbandsstrukturen des Malteser Hilfsdienstes informiert und haben auf der Tagung dazu einen ersten Grundstein gelegt.

Schwerte/Paderborn. Am vergangenen Wochenende trafen sich die Beauftragten des Malteser Hilfsdienstes e.V. (MHD) aus der Erzdiözese Paderborn zu einer Tagung in der Katholischen Akademie Schwerte. Diözesangeschäftsführer Andreas Bierod und der stellvertretende Diözesanleiter Wolfgang Penning begrüßten über 50 Teilnehmer sowie Referenten aus der Malteser Zentrale in Köln. Die Tagung stand ganz im Zeichen der Verbandskultur: Einleitend stellte Andreas Bierod die Ergebnisse der Ehrenamtsbefragung 2015 vor. Ziel der bundesweit größten Befragung von Ehrenamtlichen einer Hilfsorganisation: das Ehrenamt fit für die Zukunft machen.

Ehrenamt attraktiv halten

„Wir wollen, dass der Malteser Hilfsdienst auch in Zukunft eine attraktive Hilfsorganisation für ehrenamtliches Engagement bleibt“, betonte Wolfgang Penning. Andreas Bierod stellte drei Ansätze des Diözesanvorstandes vor, um dieses Ziel zu erreichen: „Erstens werden wir verstärkt unsere ehrenamtlichen Kräfte vor Ort unterstützen. Dazu wird in ausgewählten Gliederungen ein hauptamtlicher Geschäftsführer eingestellt, der die Ortsleitungen unterstützt und beispielweise administrative Aufgaben wahrnimmt. Zweitens starten wir im Sommer 2016 eine Kampagne zur Förderung der Verbandskultur. Mit der Kampagne möchten wir die Identifikation unserer Mitarbeiter stärken und sowohl alle Dienste als auch alle Altersgruppen ansprechen.“ Die Nachwuchsgewinnung spiele eine entscheidende Rolle für die Zukunftsfähigkeit des Verbands, so Bierod. „Daher werden wir, drittens, den Schulsanitätsdienst ausbauen und damit junge Menschen mit unserer Arbeit in Berührung bringen – und hoffentlich auch für eine ehrenamtliche Mitarbeit begeistern.“

Ein wichtiger Schritt bei der Weiterentwicklung der Gliederungsarbeit ist das Konzept der Entwicklungswerkstatt, kurz „E-Werk“ – ein Instrument, das ab sofort und dauerhaft zur Verfügung steht. „Wo die Ehrenamtsbefragung genügend Rückläufe erbracht hat, können die eigenen Ergebnisse vor Ort vorgestellt werden. Dadurch erhalten interessierte Gliederungen Ansätze, den Alltag noch besser auf die eigenen Helfer abzustimmen“, sagt Wolfgang Penning. „Sie können damit ab sofort starten und sich auf Wunsch von ausgebildeten Moderatoren unterstützen lassen.“ Der Vorteil der Entwicklungswerkstatt: Sie ermöglicht eine individuelle Entwicklung in jeder Gliederung – Geschwindigkeit und Inhalte sind an die lokalen Voraussetzungen anpassbar. Der erste Tag klang mit einem Taizé-Gebet in der Kapelle und einem gemütlichen Beisammensein aus, bei dem der Austausch fortgesetzt wurde.

Patenschaften fördern Integration und gesellschaftliche Teilhabe

Am zweiten Tag informierten sich die Beauftragten unter anderem über das Projekt „Integrationslotsen“. Im Rahmen des Projekts etabliert der Malteser Hilfsdienst e.V. aktuell einen neuen Dienst, der Asylsuchende bei der Integration in die deutsche Gesellschaft unterstützen soll. Ehrenamtliche Integrationslotsen werden künftig Migrantinnen und Migranten beispielsweise bei Behördengängen und Arztbesuchen begleiten und sie beim Schriftverkehr sowie alltäglichen Fragen unterstützen. „Mit dem Projekt übernehmen wir gesamtgesellschaftliche Verantwortung und stehen für Integration ein“, betont Raimund Neuhaus, Diözesanreferent Ehrenamt. Zielgruppen sind Asylsuchende, geduldete und anerkannte Flüchtlinge mit regulärem Aufenthaltsstatus, die in einer Kommune angekommen sind.

Auf dem Tagungsprogramm stand zudem ein Informationsaustausch aus den Ortsgliederungen – von besonderen Aktionen über die Anschaffung neuer Fahrzeuge und digitaler Funktechnik bis hin zu personellen Änderungen.

Weitere Informationen

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