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Malteser Gütersloh

Für besondere Verdienste geehrt

Zwei Malteser mit dem Katastrophenschutz Ehrenzeichen ausgezeichnet

11.07.2016
vordere Reihe v. l.: Abteilungsdirektor Thomas Sommer, Willi Rappold, Lisa Rappold 2. Reihe: Friedhelm Craes (Diözesan-Katastrophenschutzreferent i. R.), Peter Katze (Ortsgliederung Lippstadt), Wolfgang Penning (Stellv. Diözesanleiter des Malteser Hilfsdienstes e. V. in der Erzdiözese Paderborn), 3. Reihe: Kim Alexander Vogt (Leiter Einsatzdienste), Peter Krämer (Beauftragter bürgerschaftliches Engagement bei der BR Arnsberg), Tillmann Castillo Romero (Diözesanreferent), Ralf Schwemmer (Ortsgliederung Lippstadt). Foto: Malteser
Uwe Heidemann (l.) wurde im Auftrag von NRW-Innenministers Ralf Jäger von Christian Müller, stellv. Kreisbrandmeister des Kreises Paderborn, mit dem Katastrophenschutz Ehrenzeichen ausgezeichnet. Foto: Malteser/Brandes.

Lippstadt/Altenbeken. Gleich zwei ehrenamtlichen Maltesern wurde eine ganz besondere Auszeichnung zuteil: Willi Rappold aus Lippstadt und Uwe Heidemann aus Altenbeken erhielten das Katastrophenschutz-Verdienst-Ehrenzeichen des Landes Nordrhein-Westfalen.

Willi Rappold wurde am 6. Juli bei der Bezirksregierung in Arnsberg für sein jahrzehntelanges Engagement beim Malteser Hilfsdienst im Bereich des Katastrophenschutzes ausgezeichnet. Thomas Sommer, Abteilungsleiter bei der Bezirksregierung Arnsberg, überreichte die Auszeichnung. Seit fast 50 Jahren ist Willi Rappold ehrenamtlich für die Malteser tätig, davon 37 Jahre in Führungsfunktionen. Wesentliche Stationen seines Engagements waren u.a. die Mitarbeit in der Stadtleitung der Malteser in Lippstadt, deren Leitung er ab 1996 für 17 Jahre als Stadtbeauftragter übernahm. Von 1999 bis 2001 und von 2006 bis 2012 waren er zudem Bereitschaftsführer und Leiter Einsatzdienste der Malteser im Kreis Soest. In der Zeit von 1992 bis 1996 hat er maßgeblich an der Entwicklung der regionalen Katastrophenschutzzüge, die bis heute die Grundlage des Landeskonzeptes „Sanitäts- und Betreuungsdienst“ der überörtlichen Hilfe in Nordrhein-Westfalen bilden, mitgewirkt. Auch auf der Ebene des Kreises Soest hat Willi Rappold die Rolle des Malteser Hilfsdienstes durch seinen herausragenden persönlichen Einsatz gestärkt und die Malteser zu einem wichtigen Akteur im Bereich der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr gemacht.

„Gelebte gesellschaftliche Solidarität“

Sommer erinnerte bei der Verleihung an die unterschiedlichsten Katastrophenfälle und Einsatzsituation der vergangenen Jahre, die ohne die kompetente Unterstützung von Hilfsorganisationen wie dem Malteser Hilfsdienst nicht hätten bewältigt werden können. „Seien es das Schneechaos im Münsterland im Jahr 2005, das Orkan-Tief „Kyrill“ im Jahr 2007, die Loveparade-Tragödie im Jahr 2010, die Hochwasserkatastrophe in Ost- und Süddeutschland im Jahr 2013 und nicht zuletzt die Herausforderung im Herbst des vergangenen Jahres, hunderttausenden Asylsuchenden Obdach zu gewähren. In all diesen Situationen war ein kurzfristiges und schnelles Handeln aller am Katastrophenschutz beteiligten Stellen erforderlich. Diese Ereignisse machen deutlich, wie wichtig und unverzichtbar ehrenamtliches Engagement in unserer Gesellschaft ist“.  

Weiter würdigte er den ehrenamtlichen Einsatz von Willi Rappold als Beispiel für gelebte gesellschaftliche Solidarität: „Sie haben sich durch ihr außergewöhnliches Engagement und ihren steten Einsatz um das Wohl der Allgemeinheit in besonderer  Weise verdient gemacht und einen Großteil ihres Lebens dem Ehrenamt im Katastrophenschutz gewidmet. Ein derartiger Einsatz bildet das Fundament einer Gesellschaft, in der Werte wie Menschlichkeit und Solidarität, Hilfsbereitschaft und Uneigennützigkeit wirklich gelebt werden“, betonte Sommer.

„Maßstäbe gesetzt und neue Erkenntnisse generiert“

Bereits beim Johannisfest der Malteser in der Erzdiözese Paderborn war Uwe Heidemann mit dem Katastrophenschutz-Verdienst-Ehrenzeichen ausgezeichnet worden. Die Ehrung würdigt unter anderem sein Engagement beim Aufbau der Katastrophenschutz-Einsatzeinheit NRW HX EE 04. Dazu gehörte insbesondere die Koordination der Teileinheiten in den Untergliederungen Altenbeken, Brakel und Steinheim sowie die Ausbildung der Helferinnen und Helfer.

Darüber hinaus hat Uwe Heidemann die große Übung für den Betreuungsplatz 500 des Kreises Paderborn im Jahr 2013 organisiert. Diese legte erstmals einen Schwerpunkt auf die Betreuung von Personen, die bei Unfällen unverletzt bleiben. „Bisher lag der Fokus bei so genannten Großschadensereignissen, das heißt bei Unfällen mit 5 bis 50 Verletzten, vor allem auf den Verletzten“, sagt Bernhard Rüther, Ortsbeauftragter der Malteser in Altenbeken. „Die Betreuung von bis zu 500 unverletzt Betroffenen aber wurde bisher nicht beübt. Uwe Heidemann hat mit der Übung Maßstäbe gesetzt und neue Erkenntnisse generiert.“

Uwe Heidemann ist Zugführer der Katastrophenschutz-Einsatzeinheit NRW HX EE 04 und zudem stellv. Leiter Einsatzdienste der Malteser in der Erzdiözese Paderborn. Die Ehrung überreichte Christian Müller, stellv. Kreisbrandmeister des Kreises Paderborn, beim Johannisfest der Malteser in der Erzdiözese Paderborn. Der jährliche Empfang ist das Fest zu Ehren des Malteser Ordenspatrons, des heiligen Johannes des Täufers.

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