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Malteser Gütersloh

90 Malteser Einsatzkräfte proben den Ernstfall

Große Katastrophenschutzübung in Halle/Westfalen

10.10.2016
Am Behandlungsplatz eingetroffen, bereiten die Malteser den Transport eines Patienten vor.
Malteser Helferinnen aus Rheda-Wiedenbrück erfassen alle evakuierten Menschen und geben Hinweise auf den weiteren Ablauf. Fotos: P&Com Team LtgED PB

Halle/Westfalen. Einsatzkräfte aus Ostwestfalen-Lippe und Dortmund haben am vergangenen Samstag in Halle/Westfalen den Ernstfall geprobt. Mit 1.300 Teilnehmern war es die bisher größte Übung des Landes Nordrhein-Westfalen. Mit dabei waren 90 ehrenamtliche Malteser Helferinnen und Helfer aus den unterschiedlichsten Fachdiensten des Katastrophenschutzes.

Mit der Übung sollte vor allem das Zusammenwirken der operativen Kräfte vor Ort mit der Einsatzleitung und dem Krisenstab im Falle eines MANV (Massenanfall von Verletzten) geübt werden. Die Herausforderung: Ein mit hochgiftigen Gefahrgutfässern beladener Lastwagen ist auf der B68 in Höhe des Gerry Weber Stadions in einen Pkw gerast. In der Folge sind die Fässer die Böschung bis hinab ins Foyer des Stadions gerollt. 51 verletzte und kontaminierte Personen mussten gerettet werden. Dazu gehörte die Behandlung vor Ort, die Dekontamination und die Überführung in ein Krankenhaus. Zudem mussten rund 200 unverletzt Betroffene vor Ort aus dem Gefahrenbereich geführt und anschließend durch den Betreuungsdienst betreut und versorgt werden.

Rettungsdienste, Feuerwehren, THW, Polizei: Mit rund 180 Fahrzeugen fuhren die Rettungskräfte unter Martinshorn und Blaulicht samt ABC-Diensten zu dem imaginären Unfallort. Dabei kamen die Malteser aus Rietberg mit ihrem Dekontaminationszug zum Einsatz. Die Malteser aus Gütersloh waren mit einem Gerätewagen des Sanitätsdiensts sowie einer Feldküche vor Ort. Ehrenamtliche Malteser Helfer aus Rheda-Wiedenbrück und Herzebrock-Clarholz stellten den Betreuungsdienst. Malteser aus Paderborn kamen mit dem Patiententransportzug des Kreises Paderborn nach Halle. Zur Unterstützung des Rettungsdiensts des Kreises Gütersloh kamen Rettungsmittel aus Brahmsche (Diözese Osnabrück), Lage (Kreis Lippe) und Hagen (Märkischer Kreis).

„Trotz der Größe des Szenarios und der Menge der zu koordinierenden Einsatzkräfte hat die Übung gut funktioniert. Wir nehmen viele Erfahrungen und Erkenntnisse aus dieser Katastrophenschutzübung mit und werden diese für die zukünftige Ausbildung und Arbeit nutzen können“, so Thorsten Heß, stellvertretender Leiter Notfallvorsorge bei den Maltesern in der Erzdiözese Paderborn.

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