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Malteser Gütersloh

Rollende Intensivstation

Neuer Intensivtransportwagen der Malteser gesegnet

17.11.2016
Karl-Hans Köhle (l.), Dechant des Dekanats Siegen, hat den neuen Intensivtransportwagen der Malteser im Kreis Siegen-Wittgenstein gesegnet. Über die neuen Möglichkeiten beim Transport schwer erkrankter Menschen freuen sich (v.l.) Michael Heinelt, Leiter Intensivtransport, Tillman Castillo Romero, Diözesanreferent Notfallvorsorge, Bundesarzt Dr. Rainer Löb, Diözesangeschäftsführer Andreas Bierod und Kreisbeauftragter Reinhard Biehl.
Die Fahrzeugsegnung hat Tradition bei den Maltesern. Durch sie werden die ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern und ihre Fahrzeuge unter den Segen und Schutz Gottes gestellt.
Der neue Intensivtransportwagen ist einzigartig in Südwestfalen. Rechts daneben zum Vergleich der bisherige ITW, der den Siegener Maltesern nun unter anderem als Reserve zur Verfügung steht. Fotos: Malteser/Kaiser.

Siegen. Die Malteser nehmen einen neuen Intensivtransportwagen (ITW) in Betrieb. Dieser LKW wird dazu genutzt, um Patienten von der Intensivstation eines Klinikums zu einer anderen zu bringen (sogenannte „Sekundärtransporte“). Auch schwer erkrankte Menschen können mit dem ITW in eine Spezialklinik verlegt werden. So ermöglicht der neue ITW beispielsweise, dass bei Patienten während der Fahrt Laboruntersuchungen vorgenommen werden können. Zudem verfügt der ITW über eine Schwerlasttrage und kann auch Patienten über 200kg Körpergewicht unproblematisch transportieren. Dieses rund 300.000 Euro teure Fahrzeug ist einzigartig in Südwestfalen und in dieser Ausführung einzigartig im gesamten Malteserverbund in Deutschland. Das Fahrzeug wurde jetzt von Dechant Karl-Hans Köhle gesegnet.

„Der Intensivtransport ist der fachlich anspruchsvollste Einsatz im Rettungsdienst. Denn dabei werden schwerstkranke Patientinnen und Patienten unter intensivmedizinischen Bedingungen zwischen Kliniken transportiert, ohne dass während des Transportes ein Qualitätsverlust in der intensivmedizinischen Behandlung stattfinden darf“, sagte der Malteser Kreisbeauftragte Reinhard Biehl im Rahmen der Feierstunde.

Begonnen hatte die Siegener Erfolgsgeschichte im Jahr 2008 mit einem Rettungswagen (RTW), der von der Malteser Ortsgliederung Bad Laasphe zur Verfügung gestellt wurde und mit teils geliehener Medizintechnik ausgerüstet wurde. 2012 wurde dann ein neuer RTW beschafft, der zum ITW umgebaut wurde. Mittlerweile ist die Malteser Kreisgliederung Siegen-Wittgenstein für den Betrieb des ITW zuständig. Besetzt wird das Fahrzeug nach den Vorgaben der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und der Bundesärztekammer mit einem Rettungsassistenten, einer Intensivfachpflegekraft (zugleich Rettungssanitäter, damit den Besetzungsvorschriften des Rettungsgesetz NRW entsprochen wird) und einem Notarzt, zugleich Facharzt. Alle müssen den DIVI-Intensivtransport-Kurs besucht haben, der erstmalig in Siegen stattfindet.

Das erstmalige Inkrafttreten einer eigenen DIN EN-Norm für ITW im Jahr 2013 machte die Neubeschaffung eines ITW erforderlich. Erstmalig ist außerdem im neuen Rettungsgesetz NRW der Intensivtransport erwähnt und geregelt. Der bisherige ITW bleibt erhalten. Er wird an den Stadtbeauftragten der Stadtgliederung Siegen übergeben und steht dort sowohl als Reserve-ITW wie auch als RTW für die Spitzenabdeckung im Rettungsdienst, den Sanitätsdienst bei Feuerwehreinsätzen und den Sanitätswachdienst zur Verfügung.

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