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Malteser Gütersloh

Feierliche Segnung des Bonifatiushauses

Sanierung des 1720 gebauten Bonifatiushauses am Kamp 22 durch das Bonifatiuswerk abgeschlossen – Bonifatiuswerk, Diaspora-Kommissariat und Malteser Hilfsdienst ab sofort unter einem Dach

26.01.2017
1. Reihe v.l.: Heinz Paus, Msgr. Georg Austen, Alfons Hardt, Msgr. Prof. Dr. Peter Schallenberg, Michael Dreier; 2. Reihe v.l.: Martin Guntermann, Thomas Rehermann, Wolfgang Penning, Andreas Bierod; 3. Reihe v.l.: Birgit Wiese, Hans-Bernd Janzen, Siegfried Krix.
Der Bürgermeister von Paderborn, Michael Dreier, sprach ein Grußwort zur Haussegnung und überreichte Msgr. Austen vom Bonifatiuswerk und Andreas Bierod von den Maltesern jeweils ein Bild des Paderborner Künstlers Hermann Reichold.
Außenansicht Bonifatiushaus: Das Gebäude am Kamp 22, das heutige Bonifatiushaus, wurde um 1720 erbaut. Die Tafel im Vordergrund zeigt eine Ansicht des durch Bomben zerstörten Gebäudes nach dem 2. Weltkrieg, das in den Jahren 1947-1949 durch das Bonifatiuswerk wieder aufgebaut wurde. Text und Fotos: Patrick Kleibold

Paderborn. Seit fast 300 Jahren prägt das Bonifatiushaus am Kamp 22 das Stadtbild von Paderborn. Nach einer umfangreichen Sanierung entspricht das geschichtsträchtige und denkmalgeschützte Gebäude nun den notwendigen Erfordernissen eines modernen Bürogebäudes. Es wurde vom Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken für 1,98 Millionen Euro umfangreich saniert. Gesegnet wurde das Bonifatiushaus durch den Generalvikar des Erzbistums Paderborn, Alfons Hardt, der den Erzbischof von Paderborn, Hans-Josef Becker, vertrat.

Während der Haussegnung bat Generalvikar Hardt den Herrn um seinen Segen für das renovierte Bonifatiushaus und vor allem für die Menschen, die in ihm arbeiten. „Friede soll diesem Haus heute und in Zukunft widerfahren. Frieden im täglichen Miteinander, wie wir ihn in dieser so friedlosen Zeit so dringend brauchen. Mögen die Arbeit und das Engagement der Menschen hier reichlich Früchte tragen, in der Diaspora, in der Erzdiözese Paderborn und weit darüber hinaus“, sagte Hardt.

An der Haussegnung nahm auch Paderborns Bürgermeister Michael Dreier teil, der das Gebäude als einen wichtigen Teil der Geschichte der Stadt Paderborn bezeichnete, das seit Jahrhunderten das Erscheinungsbild der Stadt maßgeblich mitpräge. In den vergangenen zehn Monaten wurde das 1720 errichtete Gebäude umfangreich saniert.

„Die Sanierung und die damit einhergehenden Umbaumaßnahmen waren dringend erforderlich, um aktuelle Brandschutzbestimmungen, barrierefreie Zugangsmöglichkeiten und aktuelle Energiestanddarts zu erfüllen. An dieser Stelle möchte ich mich auch beim Architekturbüro RSK und bei allen Handwerkern für die geleistete Arbeit bedanken“, sagte der Präsident des Bonifatiuswerkes, Heinz Paus.

Durchgeführt wurden Baumaßnahmen am Dach, am Dachgeschoss, an der Fassade und auch im Gebäudekern. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 1,98 Millionen Euro. An Zuschüssen gab es 1,09 Millionen Euro aus der deutschen Bischofskonferenz, Spenden aus Diözesen und Unternehmen. 885.000 Euro bringt das Bonifatiuswerk aus eigenen Mitteln auf. Die wohl wichtigste Neuerung ist, dass das Bonifatiuswerk und das Diaspora-Kommissariat der deutschen Bischöfe nun nicht mehr allein unter dem Dach des ehemaligen Posthofes und Gasthauses tätig sind. Seit Anfang des Jahres ist nun auch die Geschäftsstelle der Malteser in der Erzdiözese Paderborn im Gebäude zuhause. „Aus dieser Allianz dreier Hilfswerke erhoffen wir uns Synergieeffekte für die Zukunft. Für mich ist das ein starkes Zeichen für die Lebendigkeit des Wirkens unserer Kirche und für gelebte Solidarität“, sagte der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen. Die Sanierung und der Umbau seien gemeinsam geplant worden, um so ein optimales Raumkonzept für alle Einrichtungen im Haus zu schaffen.

„Wir freuen uns über diese wunderbare neue Hausgemeinschaft und die schönen Räume“, sagte Andreas Bierod, Diözesangeschäftsführer der Malteser in der Erzdiözese Paderborn. „Stellvertretend möchte ich Martin Guntermann vom Bonifatiuswerk und unserem Verwaltungsleiter Lars Wilger danken. Gemeinsam haben sie die Tiefen der Detailabstimmung nicht gescheut, um dieses Projekt umzusetzen.“ Die bisherige Malteser Diözesangeschäftsstelle in der Uhlenstraße war aus zwei Gründen zu klein geworden, sagte Bierod. „Zum einen, weil wir zunehmend wieder das zusammengeführt haben, was zusammengehört: Die Verantwortung und Verwaltung für unsere ehrenamtlichen Ortsgliederungen sowie die für unsere sozialunternehmerischen Dienste. Zum anderen, weil wir Malteser eine dynamische und wachsende Organisation sind. ‚Bezeugung des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen‘ ist der Leitsatz der Malteser; und unsere Hilfe ist heute gefragt wie nie.“

Das Gebäude mit seiner barocken Fassade wurde 1945 durch die Bombardierung Paderborns bis auf die Außenfassade zerstört und 1947-1949 durch das Bonifatiuswerk wieder aufgebaut. Seitdem ist das Bonifatiushaus nicht nur den Paderbornern, sondern auch bei den Spendern, Stiftern und Projektpartnern des Bonifatiuswerkes und damit weit über die Grenzen von Paderborn hinaus, bekannt. „Als Teil der Präsenz und Identität des Bonifatiuswerkes, des Diaspora-Kommissariats und jetzt auch der Malteser trägt das Gebäude dazu bei, dass Paderborn von Projektpartnern aus Nordeuropa, dem Baltikum und aus ganz Deutschland besucht wird. Über 60 Menschen arbeiten jetzt bei uns im Bonifatiushaus. Wir sind froh, dass wir nicht nur die Substanz des Gebäudes, sondern auch einen Teil der Geschichte Paderborns langfristig erhalten können“, sagte Austen.

Weitere Informationen

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