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Malteser Gütersloh

Augenarzt auf vier Rädern

Malteser in Hövelhof weihen mobile Augenarztpraxis ein

21.02.2017
(v.l.): Pastor Matthias Klauke, Landrat Manfred Müller, Jörg Grawunder (Block Optic), Oliver Schulte (Block Optic), Michael Dreier (Bürgermeister Paderborn), Franz Kudak (Geschäftsführer Malteser Hövelhof), Karl-Heinz Lieb (Auslandsbeauftragter Malteser Hövelhof), Andreas Bierod (Diözesangeschäftsführer der Malteser in der Erzdiözese Paderborn) und Michael Berens (Bürgermeister Hövelhof) vor der mobilen Augenarztpraxis. Foto: Malteser/Kaiser

Hövelhof, Kreis Paderborn. Eine augenärztliche Versorgung ist im ländlichen Raum nicht für alle Menschen gegeben. Die Malteser in Hövelhof möchten dafür Abhilfe schaffen und haben jetzt eine mobile Augenarztpraxis in Betrieb genommen. Der speziell umgebaute Kleinbus ist ein niederschwelliges, aufsuchendes Angebot: für ältere, wenig mobile Menschen, für Obdachlose und für Menschen, die sich keine Krankenversicherung leisten können. Möglich wurde dies durch eine Zuwendung der Dortmunder Firma Block Optic, die das Fahrzeug und die Innenausstattung gespendet hat. Im Rahmen einer Feierstunde segnete Pastor Matthias Klauke das Fahrzeug.

Vom Sehtest, über Augendruckmessungen oder die Behandlung kleinerer Verletzungen – die mobile Augenarztpraxis der Malteser in Hövelhof ermöglicht Standarduntersuchungen, die auch jeder Optiker oder Augenarzt durchführt. „Dieses Angebot ist aber ganz ausdrücklich keine Konkurrenz zu Optikern oder Fachärzten“, betont Andreas Bierod, Diözesangeschäftsführer der Malteser in der Erzdiözese Paderborn. „Wir verstehen uns hier in erster Linie als Ermöglicher und wollen  Schnittstelle sein: Die Augenspezialisten im Kreis Paderborn laden wir herzlich ein, sich in ihrem Fachgebiet für sozial Benachteiligte zu engagieren, um ihnen die Teilhabe am sozialen Leben zu ermöglichen. Gleichzeitig bieten wir unser Mobil anderen Wohlfahrtsorganisationen an, dass wir damit bei ihnen vorbeikommen.“ Denkbar sei etwa, so Bierod weiter, Senioren- und Obdachlosenheime oder Krankenhäuser anzusteuern. Zunächst wird der Kleinbus im Kreis Paderborn unterwegs sein. Mittelfristig ist ein Einsatz in Ungarn, der Ukraine oder Weißrussland im Rahmen des Malteser Auslandsdiensts denkbar.

"Wir hatten diese Idee bereits seit geraumer Zeit. Unsere persönlichen Kontakte nach Hövelhof haben den Ausschlag für unsere Entscheidung gegeben", sagte Jörg Grawunder. Der Geschäftsführer von Block Optic übergab den Schlüssel des neuen Mobils an Karl-Heinz Lieb, Auslandsbeauftragter der Malteser Hövelhof. Landrat Manfred Müller lobte das Projekt als großartige Bereicherung im Gesundheitswesen: „Dieses Fahrzeug schließt eine Lücke im Bereich der ärztlichen Versorgung." Er bedankte sich für das starke ehrenamtliche Engagement der Malteser in der Sennegemeinde. Auch Hövelhofs Bürgermeister Michael Berens lobte das Engagement:  "Die Malteser sind ein Glücksfall und aus Hövelhof nicht mehr wegzudenken.“

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