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Malteser Gütersloh

„Sprecht wie beim Bier“

Bestsellerautor Erik Flügge zu Gast bei den Maltesern

24.02.2017
Bestsellerautor Erik Flügge (m.) hielt einen Impulsvortrag beim Treffen der Seelsorger und Referenten für Malteser Pastoral in Dortmund. Diözesanleiter Wolfgang Penning (l.) und Diözesanreferent Malteser Pastoral Thomas Renzel moderierten die Veranstaltung. Foto: Malteser/Kaiser

Dortmund, Erzdiözese Paderborn. „Der Jargon der Betroffenheit: Wie die Kirche an ihrer Sprache verreckt“ – so provokant und prägnant lautet der Titel des Buches von Erik Flügge. Mit diesem Werk legte der Kölner einen Finger in eine Wunde vieler kirchlich Engagierter und hat es damit bis in die Bestsellerliste des Spiegel-Magazins geschafft. Seither ist Flügge ein gefragter Gesprächspartner und hält bundesweit Vorträge. Auch beim Treffen der Malteser Seelsorger und Referenten Malteser-Pastoral im Katholischen Centrum in Dortmund war er zu Gast.

Erik Flügge kritisiert in seinem Buch die Distanz, die durch die Sprache zwischen Zelebrant und den Gläubigen erzeugt werde. Zum Beispiel mit diesem „typischen katholischen Singsang“ und der Aneinanderreihung „verschrobener, gefühlsduselnder Wortbilder“. Und Flügge geht noch weiter: In der seiner Ansicht nach teils verstaubten Sprache in Gottesdiensten stecke gar ein Bedrohungspotenzial für die Kirche.

Erik Flügge, Jahrgang 1986, weiß wovon er spricht. Der Werbefachmann ist selbst im katholischen Milieu verwurzelt. Ministrant, Mitglied im katholischen Jugendverband, Studium der Theologie – schon früh fragte er sich, ob die Kirche noch eine Sprache spricht, die bei den Gläubigen ankommt. Und so war sein Vortrag bei den Maltesern auch eine sehr persönliche Geschichte; eine Reflexion seiner inneren Auseinandersetzung mit der katholischen Kirche.

So deutlich Flügge die kirchliche Oberfläche angreift, so sehr ist er darum bemüht, die Potenziale erfolgreicher Verkündigung zu ergründen. Von Gott sprechen: Erik Flügge wünscht sich, dass dies ganz normal klingen sollte: „Macht es doch wie der Chef: Jesus hat sich doch auch bemüht, verständlich zu sprechen.“ Wie dies konkret aussehen kann, das wollten auch die Malteser wissen. Und natürlich hat der Autor einen passenden Absatz aus seinem Buch parat: „Darf ich einen Deal vorschlagen: Sprecht doch einfach über Gott, wie ihr beim Bier sprecht. Dann ist das vielleicht noch nicht modern, aber immerhin mal wieder menschlich, nah und nicht zuletzt verständlich.“

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