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Malteser Gütersloh

Ohne Ehrenamt ist kein Staat zu machen

Hilfsorganisationen ziehen Bilanz von Karneval

29.02.2012
Landrat Manfred Müller besuchte die Malteser bei ihrem Einsatz in Scharmede und bedankte sich für ihr Engagement. (Foto: Peters)
Alle Hände voll zu tun hatten die Malteser bei dem Einsatz in Scharmede. Manch alkoholisierter Besucher konnte sich im Sanitätszentrum ausschlafen. (Foto: Peters)

Paderborn/Köln. Zum ersten Mal haben jetzt alle vier großen Hilfsorganisationen eine Bilanz ihres Engagements für den Karneval und somit für die Sicherheit der Menschen in Nordrhein-Westfalen gezogen. Ohne den Einsatz der ehrenamtlichen Einsatzkräfte von Aachen bis Höxter und Rheine bis Bonn würde es den Karneval in der Form, wie ihn die Menschen kennen und lieben, nicht geben, so ihre Aussage.


Von Altweiber-Donnerstag bis Veilchen-Dienstag haben insgesamt 10.666 Helferinnen und Helfer von ASB, DRK, Johannitern und Maltesern 599 große und kleine Veranstaltungen in Hallen, Sälen und auf den Straßen der Karnevalshochburgen im Rahmen von Sanitätswachdiensten begleitet. Darüber hinaus wurde überall im Land der Regelrettungsdienst mit ehrenamtlichen Rettungssanitätern und Rettungsassistenten verstärkt. Über 85.000 Dienststunden kamen so zusammen. Mehreren tausend Menschen konnte in medizinischen Notlagen geholfen werden. In dieser Berechnung sind die vielen Stunden der Einsatzvorbereitung und Einsatzplanung noch nicht berücksichtigt. Würden die Hilfsorganisationen den Kommunen und Kreisen, den Karnevalsgesellschaften und Veranstaltern dieses Engagement als Vollkostenrechnung präsentieren, wären diese finanziell nicht mehr in der Lage, dieses Brauchtum zu feiern. Das gelte auch für andere Großveranstaltungen wie Stadtfeste, Sportevents und Konzerte, wissen auchdie Malteser, dass nur durch ehrenamtliches Tun das Gemeinwesen in diesen Bereichen funktionieren kann.


Die freiwillige Mitarbeit in den Hilfsorganisationen sei ein wesentlicher Bestandteil der Sicherheitsarchitektur in NRW, sagt dazu Kai Vogelmann, Pressesprecher der Malteser in NRW. Die öffentlich-rechtlichen Einrichtungen wie die Feuerwehren und die privaten Hilfsorganisationen bedürften dieses ehrenamtlichen Engagements, um ihren Auftrag in der Gesellschaft erfüllen zu können. Ohne aktives bürgerschaftliches Engagement wäre der Zivil- und Katastrophenschutz undenkbar. mehr noch, betont er: "Ohne das Ehrenamt wäre kein Staat zu machen." Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer seien die Basis einer Sicherheitsarchitektur, die sich täglich bewähre, nicht nur im Karneval. Von der örtlichen Gefahrenabwehr bis zur Bewältigung von Katastrophen, wie während der Loveparade 2010 in Duisburg. Leider werde dieses Engagement in der Öffentlichkeit als viel zu selbstverständlich wahrgenommen, bedauert Vogelmann. Dieses bewährte und tragfähige System zu erhalten und zu fördern müsse daher ein gesamtgesellschaftliches Anliegen aller politischen Parteien in NRW sein.

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