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Malteser Gütersloh

Mit einem weinenden und einem lachenden Auge

Malteser verabschieden Ingeborg Seidenstücker in den Ruhestand

14.06.2017
Zum Abschiedsfoto nehmen Siegfried Krix (Bezirksgeschäftsführer, l.) und Andreas Bierod (Diözesangeschäftsführer, r.) Ingeborg Seidenstücker in die Mitte.
Ingeborg Seidenstücker an ihrem (ehemaligen) Arbeitsplatz in der Dienststelle OWL. Fotos: Malteser/Buttchereit

Paderborn. Die Malteser in Paderborn ohne Ingeborg Seidenstücker. Ein Gedanke an den sich alle nur schwer gewöhnen können. Inklusive der zukünftigen Pensionärin. Denn nach 26 Jahren bei den Maltesern als Geschäftsleitungs-Sekretärin und in verantwortlicher Position beim Pilgerdienst der Malteser in der Erzdiözese Paderborn  beginnt nun für sie ein neuer Lebensabschnitt.

1977 kam die frisch verheiratete Hildesheimerin mit ihrem Mann nach Paderborn. Fünf Jahre später komplettiert die gemeinsame Tochter Stefanie die kleine Familie. Nach einer ersten anderen Anstellung in der Paderstadt wechselte die gelernte Bürokauffrau am 1. Juli 1991 zu den Maltesern. Damals noch in der Neuhäuser Straße ansässig. Unter Geschäftsführer Hans-Ulrich Saur arbeitete sie erst für die Referate Jugend und Ausland und löste dann schon bald die in Rente gehende Chefsekretärin ab.

Mittlerweile als Sekretärin von Geschäftsführer Ronald Vogel in Vollzeit tätig, sollte 2009 für Ingeborg Seidenstücker ein weiterer spannender Aufgabenbereich hinzukommen: „Ab 2009 haben wir mit dem neugegründeten Pilgerdienst die Lourdes-Wallfahrten organisiert. Anfangs war es ein Sprung ins kalte Wasser!“ so schildert Ingeborg Seidenstücker ihre ersten Erfahrungen. Denn auf einmal war sie nicht nur Chefsekretärin sondern auch Ansprechpartnerin für alle Lourdes-Reisenden, die sich mit ihren Wünschen und Sorgen für die anstehende Reise an sie wandten. Genauso, wie in einem Reisebüro. Nur, dass sich hinter so mancher Pilger-Anfrage auch sehr emotionale und berührende Schicksale verbargen. Aber gerade das machte die neue Aufgabe für Ingeborg Seidenstücker so besonders. Nicht nur zu ihren Kollegen in der Diözesangeschäftsstelle und  im Pilgerdienst-Team sondern auch zu vielen Stamm-Pilgern hat sie eine enge und vertrauensvolle Beziehung aufgebaut. So kommt sie gerne Extra-Wünschen nach und zündet für verhinderte Pilger, die zuhause bleiben mussten, eine Kerze in Lourdes an oder bringt auch schon mal einen Kanister mit Wasser aus der heiligen Lourdes-Quelle mit. An der Lourdes-Wallfahrt 2018 möchte sie natürlich wieder teilnehmen, dann aber „nur“ als ehrenamtliche Pilgerin.

Für das letzte Jahr ihrer beruflichen Tätigkeit wechselte Ingeborg Seidenstücker von der Diözesangeschäftsstelle in die Dienststelle der Malteser an der Dessauer Straße. Dort war es aufgrund von erhöhtem Verwaltungsaufwand in der Flüchtlingshilfe und Elternzeiten zu Personal-Engpässen gekommen. Mit ihrem reichhaltigen beruflichen Erfahrungsschatz und ihrer herzlichen Art war sie auch dort nach kürzester Zeit nicht mehr wegzudenken.

So ließ es sich die Dienststelle nicht nehmen und organisierte für Ingeborg Seidenstücker eine kleine Abschiedsfeier mit vielen aktuellen und ehemaligen Kolleginnen und Kollegen. Die langjährigen Weggefährten aus dem Pilgerdienst, allen voran Wallfahrtsleiter Thomas Ohm sowie Diözesangeschäftsführer Andreas Bierod und Bezirksgeschäftsführer Siegfried Krix fanden ausschließlich lobende Worte - nicht nur zur Zusammenarbeit sondern auch zu der sympathischen und herzlichen Art Ingeborg Seidenstückers.

Auch wenn der berufliche gemeinsame Weg nun zu Ende geht, wird Ingeborg Seidenstücker den Maltesern als aktives ehrenamtliches Mitglied erhalten bleiben. Für die kommende Lebensphase hat die junggebliebene Hobby-Töpferin noch so einiges vor. Denn neben der lebhaften Havaneser-Hündin, die seit zwei Jahren bei Seidenstückers lebt gibt es ja auch noch den 21 Monate alten Enkel Niklas, bei dessen Betreuung sie ihre berufstätige Tochter unterstützt. Fahrradausflüge mit ihrem Mann Michael ins Umland sind geplant und so denkt Ingeborg Seidenstücker, dass bestimmt keine Langeweile aufkommt.

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