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Malteser Gütersloh

Orkan Friederike: Malteser im Erzbistum Paderborn ziehen Bilanz

23.01.2018
So wie hier am Dach der Fahrzeughalle der Malteser Dienststelle Ruhrgebiet-Hellweg in Dortmund verzeichneten die Malteser vielerorts Schäden durch den Orkan Friederike. Foto: Malteser/Dörstelmann

Erzdiözese Paderborn, Dortmund, Netphen, Paderborn. Es ist Donnerstag, der 18. Januar 2018. Der Tag, der als schwerster Sturmtag seit über zehn Jahren in die Geschichte eingeht. Orkan Friederike ist auch über das Erzbistum Paderborn hinweggefegt – und hat teils massive Schäden angerichtet. Auch die hauptamtlichen Dienststellen der Malteser hatten mit dem Orkan zu kämpfen.

Denn natürlich mussten, dem Wetter zum Trotz, die sozialen Dienste weiterlaufen. Damit Menschen mit einer Behinderung oder Erkrankung sicher von A nach B gelangen. Damit Senioren eine warme Mahlzeit nach Hause geliefert bekommen. Und natürlich waren die Rettungskräfte der Malteser stärker als gewöhnlich eingebunden.

Live dabei war Matthias Kluth, Leiter Fahrdienst und stv. Dienststellenleiter der Malteser Dienststelle OWL an der Dessauer Straße in Paderborn. Am frühen Nachmittag, zur intensivsten Sturmzeit, hatte er eine Stunde Fahrstopp angesetzt, um Fahrgäste des Fahrdiensts, Mitarbeiter und Fahrzeuge zu schützen. Auch zwei Essen des Menüservice konnten nicht ausgeliefert werden, denn umgefallene Bäume hatten den Weg versperrt. „Wir haben unsere Kunden umgehend informiert, die mit großem Verständnis reagierten“, ergänzt Jens Sander, Leiter der Sozialen Dienste. Matthias Kluth: „Die Schäden hielten sich in Grenzen. So verursachte der Orkan einen Blechschaden an der Seite eines Transporters – der Wind hatte in die offene Schiebetür gedrückt. Am Gebäude löste sich eine Dachrinne, die dann mit Spanngurten provisorisch gesichert werden konnte. Alles in allem ist es glimpflich für unsere Dienststelle abgelaufen. Vor allem aber ist keinem unserer Kollegen etwas passiert.“

Auch die Malteser in der Dienststelle Ruhrgebiet-Hellweg in Dortmund hatten mit dem Sturm zu kämpfen. Dienststellenleiter Martin Dörstelmann war dabei: „Am Gebäude in der Franziusstraße haben sich zahlreiche Dachpfannen verabschiedet und sind sowohl auf den Gehweg als auch auf den Hof gefallen. Glücklicherweise entstand kein Personenschaden oder weiterer Schaden an dem auf dem Hof geparkten Fahrzeug. Zudem wurde das Dach des Fahrzeugunterstands teilweise abgedeckt und die Hoftür hat sich verzogen. Wie zu erwarten hatten wir auch ein erhöhtes Einsatzaufkommen des Rettungsdienstes, sodass wir zusätzlich unseren eigenen RTW in Dienst gestellt haben.“ Auch in Dortmund wurde kein Mitarbeiter verletzt, jedoch konnte ein Kollege seinen Dienst nicht antreten, da ein Baum auf sein Haus gefallen war.

Die Dienststelle Südwestfalen in Netphen in der Straße „Am Bernstein“ hingegen ist weitestgehend vom Orkan verschont geblieben, berichtet deren Leiter Christian Bruno. „Diverse Verzögerungen im Straßenverkehr mal ausgenommen.“

Malteser Diözesangeschäftsführer Andreas Bierod und Siegfried Krix, Bezirksgeschäftsführer Westfalen-Lippe, danken von Herzen allen ehren- und hauptamtlichen Maltesern für ihren unermüdlichen Einsatz während des Orkans. „Wir sind sehr froh, dass unsere Helfer und Mitarbeiter dabei unbeschadet geblieben sind. Gleichzeitig sind wir in Gedanken und im Gebet bei den Kameraden der Feuerwehr, die in ihrem selbstlosen Einsatz ums Leben gekommen sind.“

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