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Malteser Gütersloh

Große und kleine Geschenke bei der Werl-Wallfahrt

Behindere und Kranke kamen wieder mit den Maltesern in Werl zusammen / starke Gemeinschaft

16.09.2012


Werl/Siegen/Steinheim/Paderborn. Strahlender Sonnenschein und eine ungebrochene Freude an der Wallfahrt, das zeichnete die 39. Fahrt der Malteser aus dem gesamten Erzbistum zur Muttergottes nach Werl aus. Über 700 Teilnehmer, Behinderte und Kranke sowie ihre Begleiter aus den einzelnen Ortsverbänden, waren am Sonntag morgen zum Pontifikalamt mit Weihbischof Manfred Grothe in der Basilika zusammengekommen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Stadthalle schloß die Wallfahrt nach einer Prozession mit einer Andacht vor dem Gnadenbild der Muttergottes, das seit über 350 Jahren in Werl verehrt wird.


„Es ist schön, Sie so hier zu sehen, in dieser starken Gemeinschaft“, hatte der Weihbischof aus Paderborn den vielen aktiven Maltesern und den von ihnen Betreuten zugerufen. „Bleiben Sie eine lebendige und kraftvolle Gemeinschaft“, wünschte er den vielen Pilgern, die mittlerweile durch die Jahre eine bereits fest eingespielte Truppe sind. Aus vielen Orten des Bistums, ob aus Freudenberg im Siegerland, aus Herne, Castrop oder Dortmund im Ruhrgebiet oder aus Geseke, Lippstadt und Steinheim, vielfach freuen sich Alte und Kranke bereits das ganze Jahr über auf die September Wallfahrt mit den Maltesern nach Werl. Die Paderborner hatten einen eigenen Reisebus gechartert, die größte Gruppen mit jeweils über 60 Pilgern stammten jedoch aus Altenbeken, Iserlohn –Menden und Höxter.


„Das ist ein schönes Bild, auf das ich mich jedes Jahr freue“, hatte Malteser-Jugendseelsorger Norbert Scheckel aus Gütersloh die Pilger zur Andacht am Nachmittag begrüßt. Schön sei es zu sehen, dass in der Kirche jeder seinen Platz habe, ob gesund oder krank. Jeder könne seinen Dienst tun, die gesunden als Helfer, die Kranken durch ihr starkes Gebet, „das ein großes Geschenk ist für uns alle“, dankte Scheckel. Sein Lob ging besonders an die 50 Jugendlichen. Sie waren bereits seit Freitag auf einem „Walk of Fairness“ unterwegs gewesen. Nach einer thematischen Einstimmung in der Schützenhalle von Oberense hatten sie den Samstag genutzt, um sich mit Fairness und Verantwortung auseinanderzusetzen. Ein zehn Kilometer langer Marsch hatte sie dann nach Werl geführt, wo sie zur Wallfahrt der Erwachsenen dazu stießen.


Besonderes Zeichen der Wallfahrt ganz in diesem Sinne war wieder die Rosenaktion der Malteser. Während der Prozession erhielt jeder Pilger eine Rose, die er versehen mit seinen Bitten und Gebeten gesammelt vor der Muttergottes niederlegte. Im Gegenzug erhielten die Pilger für den Heimweg eine zweite Rose, versehen mit einem Wasserröhrchen als Erinnerung an die Gemeinschaft mit den Maltesern. Die Rosen, insgesamt 1400 Stück, stammten nicht wie üblich aus Übersee, sondern waren bei Manuela Bauer in Soest unter Glas und ohne Zusatzenergie gezogen, ein Beispiel für faire und verantwortungsvolle Handlungsweise, die den Maltesern wichtig ist.
Nach der großen Marienwallfahrt nach Werl steht jetzt die große bundesweite Behindertenwallfahrt nach Rom Anfang Oktober an. Aus dem Erzbistum Paderborn werden 70 Malteser mit Behinderten und Kranken mitfahren. Zugleich laufen auch schon wieder die Anmeldungen zur großen Familien-Wallfahrt nach Lourdes im März nächsten Jahres. Alle Infos dazu unter www.malteser-paderborn.de       -si-

 


Bilder:
Weihbischof Manfred Grothe brachte bei der Malteserwallfahrt vor der Muttergottes in Werl den Friedensgruß zu den Behinderten.


Weihbischof Manfred Grothe mit Konzelebranten und dem Diözesanvorstand der Malteser im Erzbistum Paderborn bei der großen Malteser-Wallfahrt nach Werl, an der in diesem Jahr 700 Menschen teilnahmen.


Die Jugend hatte eine ganz eigene Aktion zur Wallfahrt. Mit einem „Walk of Fairness“ hatte sie die Verantwortung für die Schöpfung sowie die Entwicklungsländer thematisiert. In Werl stießen sie dann zur Gruppe der Erwachsenen dazu.


Die Rosen aus heimischem Anbau symbolisierten die Sorgen und Gebete, die die Kranken und Behinderten bei der Malteser Wallfahrt nach Werl vor die Muttergottes legen konnten. Zur Erinnerung erhielten sie hinterher noch so eine Rose geschenkt.
                                                                         alle Fotos: Malteser/Schlichter

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