Navigation
Malteser Gütersloh

"Da kommt man richtig zu sich"

Malteser starten mit 770 Pilgern nach Lourdes / Vom Schneetreiben in den Frühling gefahren

21.03.2013
Lucia Finke, Chauffeurin Hildegard Klamandt, Mienchen Vossebein, Theresia Petrin, Ursula Sidlo und Waltraud Schulz freuen sich auf die knappe Woche Pilgerfahrt nach Lourdes.
„Da kommt man richtig zu sich“, wissen die Jugendlichen über Lourdes: Lars Bosse, Till Uphoff, Tobias Funke und Niklas Dennemark vom Liebfrauengymnasium in Büren waren mit unterwegs zu Maria.
Angeregt durch die vielen positiven Berichte waren sie zum ersten Mal mit den Maltesern im Erzbistum unterwegs: Simon, Walter und Angela Wächter sowie Silvia, Andreas und Lukas Kröger aus Grundsteinheim.
Verantwortung für insgesamt 700 Pilger aus dem Erzbistum: Dr. Gerhard Markus, Landrat Manfred Müller (fliegt am Freitag nach Lourdes), Malteser-Seelsorger Msgr Prof Dr Peter Schallenberg, Prälat Thomas Dornseifer als geistlicher Begleiter des Erzbistums, Malteser Geschäftsführerin Mirjam Weisserth, Pilgerleiter Stephan Graf von Spee, dahinter Marina Stork, stellvertretende Stadtleitung Malteser Paderborn und Ordensschwester und Notärztin M. Johanna Harke. Alle Aufzählungen von links, Fotos: Malteser/Schlichter

Paderborn/Lourdes. Da hatte Theresia Petrin eine nette Clique um sich herum gesammelt. Gestern morgen fuhr die 80-Jährige mit dem Pilgerzug der Malteser nach Lourdes. Zum bereits 13. Mal wird sie als Teilnehmerin der großen Familienwallfahrt aus dem Erzbistum dort bei der Muttergottes beten. Mit Lucia Finke und Mienchen Vossbein hatte die Paderbornerin zwei Begleiterinnen, die ebenfalls langjährige Erfahrungen mit Lourdes haben. Ganz neu im Team der Seniorinnen waren hingegen Ursula Sidlo und Waltraud Schulz, sie waren erst einmal mit den Maltesern in Lourdes. Angesteckt von Thea Petrin machten sie sich aber auch in diesem Jahr wieder auf den Weg. Voller Vorfreude warteten sie im Schneetreiben auf dem Paderborner Bahnhof auf den Sonderzug der Malteser.

So wie den älteren Damen ging es vielen der rund 250 Teilnehmer, die in Paderborn in den Zug stiegen. Bei heftigem Winterwetter waren sie im Westfälischen losgefahren. Bereits in Köln hatte sie starker Regen eingeholt, in Frankreich dann lockerte das Wetter auf. Am heutigen Freitag morgen wird die dann mit allen Zusteigestationen auf 550 Zugpilger angestiegene Pilgergruppe die Sonne bei frühlingshaften 19 Grad Celsius begrüßen.
„Wir lassen es auf uns wirken und sind gespannt“, standen am Donnerstag morgen Andreas und Silvia Krüger mit Sohn Lukas in der Paderborner Bahnhofshalle und warteten auf den Sonderzug. Mit ihnen aus Grundsteinheim angereist waren Walter und Angela Wächter mit Sohn Simon. Beide Ehepaare hatten im Pastoralverbund von der Pilgerreise gehört. Dazu waren viele positive Geschichten von Lourdes Wallfahrern gekommen. Der Entschluß, sich mit der ganzen Familie auf die Fahrt einzulassen, stand schnell. Für die beiden Jungs eine große Freude. Denn durch die Wallfahrt erhielten sie eine Schulbefreiung. Die Osterferien begannen also bereits zwei Tage früher für Simon, der die siebte Klasse der Friedrich von Spee Gesamtschule in Paderborn besucht und für Lukas, der bereits in die achte Klasse der Realschule Lichtenau geht. Schulfrei, das war auch ein gutes Stichwort für die beiden 15jährigen Lars Bosse und Till Uphoff sowie den 13jährigen Tobias Funke aus Atteln. Gemeinsam mit Schulfreund Niklas Dennemark vom Liefrauengymnasium in Büren machten sie sich mit ihrem Firmkurs auf die Reise zur Muttergottes. Till fungierte dabei als alter Hase, bereits sechsmal sei er schon in Lourdes gewesen. Mit dem Marienwallfahrtsort verband er nur beste Erinnerungen. „Wer einmal da war, weiß, dass man dort zu sich kommt“, freute sich der Jugendliche, dass er diesmal mit seinen Freunden fahren konnte um wieder intensiv seinen Glauben zu erleben. Beim ersten Zwischenstopp mit Gottesdienst in Trier war die Pilgergemeinschaft, die in Lippstadt. Soest, Dortmund, Hagen und Köln zugestiegen war, bereits zusammengewachsen, in langer Prozession zogen die Malteser in den Dom.
Wochenlang hatten die Malteser die diesjährige 33. Pilgerfahrt unter dem Motto „Lourdes, eine Tür zum Glauben“ vorbereitet. Mit insgesamt 700 Pilgern in zwei Gruppen, die einen am Donnerstag per Zug, die anderen einen Tag später per Flugzeug, waren sie gestartet. Die Gruppe der Familienwallfahrt aus dem Erzbistum eröffnet traditionell in dem südfranzösischen Ort inoffiziell die Pilgersaison. Bereits am Freitag nachmittag geht es zum ersten Mal in einer Prozession zur Grotte, an der die Jungfrau Maria vor 155 Jahren dem kleinen Bauernmädchen Bernadette erschienen ist. Kranke und Behinderte werden dabei vom Krankendienst der Malteser besonders umsorgt und sind in speziellen Krankenherbergen untergebracht. An jedem Tag bis zur Rückfahrt am Dienstag werden die Pilger die Grotte besuchen, den Kreuzweg beten oder gemeinsam Messe feiern. Höhepunkt ist die Feier der Palmsonntagsliturgie, an der die Maltesergruppe besonders aktiv beteiligt ist.

Weitere Informationen

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE06370601201201216865  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7