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Malteser Gütersloh

Türen zum Glauben

Pilger aus dem Erzbistum erleben große Gemeinschaft / Jugend stark engagiert

24.03.2013
Verantwortung für andere zu übernehmen, das ist für die Jugendlichen selbstverständlich bei der 33. Familienwallfahrt der Malteser aus dem Erzbistum Paderborn.
Umziehen für die Palmsonntagsliturgie. Die Jugendlichen haben dabei die Gestaltung der einzelnen Szenen aus der Leidensgeschichte Jesu übernommen.
Wallfahrtsleitung: Thomas Ohm aus Dortmund, Prälat Thomas Dornseifer, Geschäftsführerin Mirjam, Weisserth, stellvertretender Diözesanleiter Stephan Graf von Spee und Malteser Seelsorger Msgr. Prof. Dr. Peter Schallenberg inmitten der großen Pilgerschar beim großen Gruppenbild. alle Fotos: Malteser/Neuhaus

Paderborn/Lourdes. Es ist eine Wallfahrt der Gegensätze. Während am gestrigen Sonntag die Menschen im Erzbistum Paderborn die Palmsonntagsprozession mit Minusgraden und schneidender Kälte bei Windstärke acht erlebten, feierten die Pilger der 33. Familienwallfahrt in Lourdes das Pontifikalamt bei 17 Grad Celsius und leicht bewölktem Himmel. Doch nicht nur das äußere Bild macht den Unterschied zwischen den 700 Pilgern in Lourdes sowie ihren Gemeinden in der Heimat aus. Als große Gemeinschaft, mit Behinderten und Kranken, Alten und Jungen, Familien und Alleinstehenden erleben die Pilger unter Leitung der Malteser wieder die vorösterliche Fahrt. Am Donnerstag waren 550 Wallfahrer mit dem Zug, am Freitag weitere 150 mit dem Flugzeug gestartet. Ab Freitag mittag machten sie sich den südfranzösischen Wallfahrtsort zueigen, in dem die Gruppe aus dem Erzbistum in jedem Jahr den Beginn der Pilgersaison markiert.

„Lourdes, eine Tür zum Glauben“, das ist das Leitmotiv der diesjährigen Fahrt. Intensive Glaubenserlebnisse sind deshalb auch in diesem Jahr das besondere Augenmerk der Pilgergruppe. Ob es bei der Kreuzwegandacht der Jugend den Calvarienberg hoch oder bei der feierlichen Palmsonntagsprozession ist, immer geht es um den Glauben des Einzelnen und darüber hinaus das Glaubenserlebnis in der Gruppe. Denn die Pilger aus dem Erzbistum Paderborn verstehen sich nicht allein. In der großen Gruppe erleben sie die Gemeinschaft ihres Glaubens und fühlen sich durch den gegenseitigen Zuspruch untereinander sowie in ihrem Gebet auch von der Gottesmutter Maria gestärkt. „Wer einmal in Lourdes war, weiß, dass man dort zu sich kommt“, hatte es noch bei der Abfahrt in Paderborn so treffend der erst 15-jährige Till Uphoff aus Atteln formuliert. Er genießt das Programm in der großen Gruppe der 120 Jugendlichen. Ob bei den Lichterprozessionen oder den jugendspezifischen Angeboten, den Jugendlichen fällt es leicht, ihren Glauben zu zeigen. Ob sie als Akteure bei der Plamsonntagsliturgie die Stationen des Leidens Christi nachstellten oder als große Gruppe beim anschließenden Bußgottesdienst dabei waren, die jungen Leute, viele von ihnen Firmlinge, fühlten sich wohl beim Programm der diesjährigen Malteser Wallfahrt.

Doch neben der Besinnung und dem Gebet erleben die Pilger auch echte Erholung von ihrem Alltag. Das frühlingshafte Wetter, die entspannte Gruppe, das selbstverständliche Sorgen um die Kranken und Behinderten, all das sorgt dafür, dass die Pilgerfahrt zum kleinen Urlaub wird. Stadtrundgang und Einkaufsbummel gehören ebenso dazu wie die beiden Ausflüge in die nahen Pyrenäen oder zur Kathedrale von Saint Betrand de Comminges, einem Ort mit alten römischen Wurzeln am heutigen Montag.

Die abendlichen Lichterprozessionen mit dem berühmten „Ave - Ave“ bestimmen dann den Tagesabschluß für die Pilger. Der heutige Montag wird dabei für sie bereits zu einem Abschied. Denn nach der Lichterprozession auf dem Platz vor der großen Basilika bestimmt nur noch der nächtliche Gang der Jugend zur Gotte, an der vor 155 Jahren Maria dem Bauernmädchen Bernadette Soubrious erschienen ist, das Programm. Am Dienstag dann heißt es bereits wieder zu packen. Nach der Abschlußmesse geht es für die Flugpilger zurück über Tabres nach Paderborn-Lippstadt. Der Sonderzug mit seinen 15 Waggons wird ebenfalls am Mittag in Lourdes abfahren, die Zugpilger werden dann nach einer Nacht im Zug am Mittwoch um 12:30 Uhr im Kölner Dom einen Dankgottesdienst feiern und im Nachmittag über Hagen, Dortmund, Soest, Lippstadt und Paderborn wieder zurück in ihren Heimatorten erwartet.

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