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Malteser Gütersloh

Erstkommunion in Lourdes

Malteser Pilger schaffen sich immer wieder besondere Erlebnisse / Türen machen neugierig

26.03.2013
Lichterprozession vor der großen Basilika in Lourdes: Für die Malteser planten die Organisatoren kurzerhand um.
Vanessa und Florian Hubracht feierten in Lourdes ihre Erstkommunion. Mit Priestern, Diakonen und Messdienern präsentierten sie sich anschließend vor der Basilika, vorne im Bild: Malteser Seelsorger Msgr. Prof. Dr. Peter Schallenberg, Vanessa, Vikar Simon Schwamborn, Florian.
Ein Besuch an der Grotte ist für die Kranken und Behinderten bei der Malteser Wallfahrt immer ein ganz besonderes Erlebnis. (oben im Fels die Stelle mit der Marienfigur, dort ist vor 155 Jahren dem Bauernmädchen Bernadette Soubrious die Muttergottes erscheinen).

Paderborn/Lourdes. Die Familienwallfahrt aus dem Erzbistum setzt in Lourdes immer wieder eigene Maßstäbe. Auch in diesem Jahr haben die 700 Westfalen, die mit den Maltesern per Sonderzug und Pilgerflug in den Ort gekommen sind, die Organisation kurzerhand umgekrempelt. Eigene Lichterprozession oder Erstkommunionsfeier im Hochamt, das waren nur zwei der besonderen Akzente der Gruppe in diesem Jahr.
Weil die für Lourdes so typischen abendlichen Lichterprozessionen erst ab Sonntag angeboten wurden, haben die Malteser das einfach an den Tagen zuvor in Eigenregie organisiert. Rund 1500 Besucher folgten dem Kreuz und den Malteserbannern an der Spitze der Prozession. Die örtliche Pilgerleitung war darüber so überrascht, dass sie der Gruppe aus dem Erzbistum sogar die große Lautsprecheranlage und die Orgel zum Beschallen des Vorplatzes und der Esplanaden freigeschaltet hatte.

Für Vanessa und Florian Hubracht aus Weine bei Büren war das Hochamt am Montag dann etwas ganz Besonderes. Sie feierten in Lourdes ihre Erstkommunion und durften zum ersten Mal zum Tisch des Herrn gehen. Ihr Vater, der im vergangenen Jahr verstorben war, hatte am Sterbebett den Wunsch geäußert, dass seine beiden Kinder in Lourdes zur Erstkommunion gehen sollten. So machten sich die Mutter und Oma mit den beiden unter Regie der Maltesern auf den weiten Weg nach Südfrankreich, um dort die Erstkommunion zu erleben. Vikar Simon Schwamborn hatte die beiden Kinder zuhause in seiner Gemeinde auf diesen großen Tag vorbereitet. Da war es für Vanessa und Florian eine Selbstverständlichkeit, dass Anzug und Kleid noch in den Reisekoffer gepasst hatten, damit sie richtig chic angezogen waren um die erste Kommunion zu empfangen.

Auch beim übrigen Programm zeigen die Malteser-Wallfahrer immer wieder ihren besonderen Stil. Die große Gruppe aus Gesunden und Kranken, Jungen und Alten, Familien und Alleinstehenden gestaltete die einzelnen Tagesabläufe so, dass immer gleich mehrere Gruppen angesprochen wurden. So stellten die Jugendlichen in dem Pilgerhochamt am Montagmorgen in einem szenischen Spiel das Jahresthema der Wallfahrt „Lourdes eine Tür zum Glauben“ nochmals für alle vor: „Was verbirgt sich hinter Türen?“, fragten sie dabei. Man öffne Türen, um Freunde einzulassen, oder schaue auch mal gerne durch ein Schlüsselloch.“ näherten sie sich dem Thema. Dass Türen neugierig machen könnten, sie zu öffnen vielen eine große Freude bringe, stellten sie fest. So hätten sie auch Lourdes in diesem Jahr wieder erlebt: Anregend, neugierig machend, für viele aber nach mehreren Vorjahresbesuchen bereits wie ein alter Freund.

Nach rundherum erlebnisreichen Tagen voller Gebet und auch Freude sind die Pilger nun bereits wieder auf dem Rückweg, am Dienstag landet der Flieger nachmittags wieder in Paderborn/Lippstadt, am Mittwoch Nachmittag kommt der Sonderzug wieder zurück.

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